So, 22. Oktober 2017

Alles erfunden

19.01.2011 13:37

Mann täuscht Raub vor, weil er kein „Patscherl“ sein will

Weil er vor seiner Familie nicht als "Patscherl" dastehen wollte, hat ein 25-Jähriger einen brutalen Überfall in einer Tiefgarage in Krems vorgetäuscht. Der Mann behauptete vor seiner Schwester und seinem Vater, er habe eine in Wirklichkeit selbst zugezogene Kopfverletzung bei dem fingierten Raub erlitten. Als ihn die Schwester dazu drängte, Anzeige zu erstatten, sah der junge Mann offenbar keine andere Möglichkeit, als das Lügenkonstrukt aufrechtzuerhalten.

Wilde Szenen hatte sich der 25-Jährige überlegt, um seine Tollpatschigkeit zu vertuschen: Ein Unbekannter habe ihm in der Garage einen Faustschlag versetzt, dadurch sei er zu Boden gegangen. Der Täter sei dann mit einem Navigationsgerät vom Beifahrersitz geflüchtet.

Doch den Beamten fielen Ungereimtheiten an der Story auf. Bei einer weiteren Einvernahme habe das "Opfer" schließlich gestanden, den Raubüberfall erfunden zu haben. Er erzählte der Polizei, dass er sich den Vorfall "spontan" ausgedacht habe, als ihn seine Schwester auf seine Beule angesprochen habe. Er hatte offenbar nicht damit gerechnet, dass sie darauf bestehen würde, dass er zur Polizei geht. Der 25-Jährige habe die Anzeige nicht gewollt. Er hätte keine andere Wahl gehabt, als die Lüge fortzuführen. Nun wird er wegen des Verdachts auf Vortäuschen einer mit Strafe bedrohten Handlung angezeigt, so die Sicherheitsdirektion.

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