Mo, 18. Dezember 2017

Vier Hunde gestorben

10.01.2011 15:05

Warnung vor Wildschweinseuche auch in NÖ

Erstmals seit einem Jahrzehnt ist in Österreich wieder die Wildschweinseuche aufgetreten. In den vergangenen zwei Wochen dürften vier Jagdhunde daran gestorben sein: Zwei Tiere im Bezirk Korneuburg und jeweils eines in den Bezirken Bruck an der Leitha und Krems. Der niederösterreichische Landesveterinärdirektor Franz Karner vermutet, dass sich die Seuche langsam von den Nachbarländern Ungarn, Slowakei und Tschechien nach Österreich ausbreitet.

Da die sogenannte Aujeszky'sche Krankheit ausschließlich von Schweinen übertragen wird, werden in den nächsten Wochen die Wildschweinbestände in ganz Österreich auf eine Infektion untersucht, sagte Karner am Montag. "Im östlichen Niederösterreich konnte bereits bei zwei Schweinen die Aujesky'sche Krankheit festgestellt werden", bestätigte er. Allein in Ungarn hätte ein Drittel der Wildschweinpopulation Kontakt mit dem Virus gehabt.

Virus wird über Körperflüssigkeiten übertragen
Der Landesveterinärdirektor rät daher, Jagdhunde und auch andere Hunde stets unter Kontrolle zu halten. Das Virus werde nämlich durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Wildschweine übertragen. "Wenn der Hund am erlegten Schwein herumschnüffelt, das rohe Wildschweinfleisch frisst oder auch nur an einer Schusswunde schleckt, besteht die Gefahr einer Ansteckung", warnte Karner. Das Virus gilt als sehr widerstandsfähig und kann noch Tage später ein Tier infizieren.

Kein Impfstoff gegen die Erkrankung vorhanden
Vorsicht sei vor allem deshalb geboten, weil es keinen Impfstoff gegen die Erkrankung gibt. "Das Tier verstirbt dann qualvoll innerhalb weniger Tage", sagte Karner. Für Menschen ist das Virus hingegen ungefährlich - infiziert können nur Fleischfresser wie Hunde, Katzen, Frettchen und Marder werden. Eine Ansteckung von Hund zu Hund ist nicht möglich.

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