So, 19. November 2017

UEFA ermittelt

08.01.2011 20:12

Bullen-Zugang Da Silva soll CL-Match manipuliert haben

Der Transfer von Douglas da Silva von Hapoel Tel Aviv zu Meister Red Bull Salzburg ist um eine unangenehme Facette reicher. Wie die "Süddeutsche Zeitung" am Samstag berichtete, soll der brasilianische Innenverteidiger bei der unter Manipulationsverdacht stehenden Champions-League-Partie zwischen Hapoel und Schalke am 20. Oktober 2010 eine unrühmliche Rolle gespielt haben.

Laut des Berichts prüfe die UEFA einen diesbezüglichen Verdacht. Dem Verband sei nach dem 3:1-Erfolg der Deutschen ein detailliertes Dossier über Kursveränderungen auf den Wettmärkten und Einsatzvolumen zugespielt worden. So sollen in Asien vor dem Anpfiff und trotz bereits zusammengebrochener Quoten um die zwölf Millionen Euro auf eine klare Niederlage der Israelis gewettet worden sein. Die UEFA kommentierte mögliche Untersuchungen zu spezifischen Spielen auf Anfrage zunächst nicht.

Da Silva hat die Vorwürfe am Samstag in einem persönlichen Gespräch mit Red Bulls Fußball-Chef Dietmar Beiersdorfer zurückgewiesen. "Ich kann reinen Gewissens behaupten, dass alle Vorwürfe gegen meine Person völlig falsch sind", wurde der 26-jährige Brasilianer in einer Aussendung seines neuen Klubs zitiert.

Mit Sexfotos erpresst?

Da Silva war bereits am Mittwoch in Salzburg erwartet worden, muss aber aufgrund polizeilicher Ermittlungen noch in Israel bleiben. Der 26- Jährige soll Opfer einer Erpressung geworden sein und muss der israelischen Polizei für weitere Befragungen in Tel Aviv zur Verfügung stehen. Laut "SZ" und israelischen Medien habe Da Silva Schulden bei einem ehemaligen Mannschaftskollegen angehäuft, der mit ihm bei Hapoel Kfar Saba gespielt hatte. Dieser, inzwischen in Haft, habe ihn nun nicht nur mit kompromittierenden Sexfotos, sondern auch Enthüllungen über Spielmanipulationen erpressen wollen.

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