Di, 21. November 2017

Mehr Geld als bisher

07.01.2011 12:57

Arbeitslose sollen für Pflegeberufe gewonnen werden

Für 2012 werden im Land Salzburg 500 offene Stellen im Pflegebereich erwartet, von denen nur mehr 80 Prozent besetzt werden können – aus diesem Grund gibt es nun eine Ausbildungsoffensive, bei der man Arbeitslose und Wiedereinsteiger für den diplomierten Pflegeberuf gewinnen will. Besonderen Anreiz soll vor allem bieten, dass die Teilnehmer schon während der Ausbildung deutlich mehr Geld erhalten als das übliche Taschengeld, wie am Freitag in Salzburg zu erfahren war.

Der Ausbildungsverbund wurde von Land und Stadt Salzburg, den Salzburger Landeskliniken, der Diakonie und dem Arbeitsmarktservice (AMS) in Form einer Implacement-Stiftung konzipiert. Arbeitslose und Wiedereinsteiger werden vom AMS auf diese Stiftung verwiesen. Dort wird dann ein umfassendes Erstgespräch geführt, bei dem alle wichtigen Details wie finanzielle Aspekte, formale Kriterien, Sprachkenntnisse oder etwa das familiäre Umfeld geklärt werden.

300 zusätzliche Mitarbeiter bis 2015
Danach werden die Interessenten zur jeweiligen Krankenpflegeschule zugewiesen, wo sie sich einem ausführlichen Testverfahren unterziehen müssen und Schnuppertage absolvieren, ehe es zur endgültigen Aufnahme kommen kann. Mindestens 20 Teilnehmer wird es zum Start im März geben. "Sofern die Nachfrage vorhanden ist, soll im laufenden Jahr noch ein weiterer Kurs beginnen", sagte Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SP). Bis 2015 sollen dadurch rund 300 zusätzliche Mitarbeiter für die diplomierte Pflege gewonnen werden.

Anreiz zum Wiedereinstieg oder Umstieg soll vor allem die höhere Bezahlung während der Ausbildung bieten: Die Kursteilnehmer erhalten pro Monat vom AMS die Deckung des Lebensunterhalts oder das Schulungsarbeitslosengeld in der Höhe von mindestens 555 Euro pro Monat, dazu ein Stipendium vom jeweiligen Träger in der Höhe von 200 Euro. Der absolute Mindestbetrag beläuft sich also auf 755 Euro, wobei Leistungen wie die Kinderbeihilfe noch dazukommen.

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