Do, 23. November 2017

Nass und muffig?

06.01.2011 18:41

Wie deine Wäsche auch im Winter schnell trocknet

Was im Sommer kein graues Haar wachsen lässt, wird im Winter in vielen Haushalten zu einem echten Problem: Die Wäsche trocknet einfach nicht. Vor allem in Neubauten sind die Räume so gut abgedichtet, dass die entstehende hohe Luftfeuchtigkeit ein rasches Trocknen verhindert. Das Ergebnis: Muffelige Wäsche und oft auch Schimmel. Was du dagegen tun kannst, erfährst du hier.

Woher kommt das Problem?
Deine Wäsche trocknet dann nicht, wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum zu groß ist. Denn trockene Luft kann Feuchtigkeit besser aufnehmen als feuchte Luft. Feuchte Luft hast du zum Beispiel dann, wenn du viele Pflanzen hast, wenn du viel kochst, duschst oder badest oder eben viel Wäsche trocknen willst. Idealwerte liegen um 50 bis etwa 60 Prozent Luftfeuchte. Hast du dauerhaft höhere Werte, dann solltest du gezielt Ursachenforschung betreiben.

Oft entsteht das Problem durch falsches Lüftverhalten bzw. in Neubauten oder renovierten Bauten, die gut isoliert sind. Die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk bzw. die im Raum entstehende Luftfeuchtigkeit kann nicht nach Draußen entweichen und verbleibt somit im Wohnraum, wo sie zunächst im Winter als Kondensat auf den Scheiben sichtbar wird. In weiterer Folge kann dann jedoch auch gesundheitsschädlicher Schimmel auftreten – und das gilt es zu verhindern.

Tipp 1 – Lüften
Klingt komisch, stimmt aber: Durch Lüften auch im Winter trocknet die Wäsche besser. Denn so gelangt kalte, trockene Luft in den Wohnraum. Diese Luft reduziert deine Luftfeuchtigkeit und kann wieder neu entstehende Feuchtigkeit aufnehmen – wie zum Beispiel von deiner Wäsche. Du solltest drei bis vier Mal am Tag für ca. fünf bis zehn Minuten bei weit geöffnetem Fenster stoßlüften. So erfolgt ein guter Luftaustausch.

Tipp 2 – Ausreichend heizen
Klar sind deine Heizkosten geringer, wenn du bei 19 Grad lebst. Doch das hat den Effekt, dass deine Luftfeuchtigkeit automatisch höher ist. Die warme Heizungsluft sollte ungehindert vom Heizkörper an den Fenstern entlang streichen können, um die dort entstehende Feuchtigkeit auftrocknen zu können und dadurch die Luftfeuchtigkeit zu senken. Optimalerweise heizt du auf 21 bis 22 Grad Celsius. Deshalb sind auch Kellerräume nur bedingt zum Trocknen der Wäsche geeignet, da sie zu kalt und zu feucht sind.

Tipp 3 – Luftig aufhängen
Lege dir einen zweiten Wäscheständer zu oder stimme deine Waschladungen so aufeinander ab, dass deine Wäschestücke luftig hängen und so besser trocknen. Denn zu dicht aufgehängte Wäsche trocknet nur schlecht aufgrund der mangelnden Luftzirkulation, die Feuchtigkeit abtransportieren kann. Das Ergebnis: ein leicht moderiger Geruch, der durch Bakterien verursacht wird, die sich in deiner Wäsche vermehren. Besonders für schwere, dichte Gewebe wie etwa Jeans ist wichtig, dass diese frei hängen können.

Tipp 4 – Wäsche richtig platzieren
Sorge dafür, dass dein Wäscheständer möglichst frei im Raum stehen kann – weder zu nah an einer Wand noch zu nah am Fenster. Denn an den Umgebungsgegenständen lagert sich die Feuchtigkeit an und das Ergebnis ist – genau: Schimmel!

Tipp 5 – Waschtrockner
Du solltest die Wäsche natürlich mit maximalen Schleudertouren waschen, damit so wenig Restfeuchte wie möglich in der Wäsche verbleibt. Nutzt das alles nichts, kannst du noch immer überlegen, dir einen kombinierten Waschtrockner zuzulegen, mit dem du die Wäsche zumindest vortrocknen kannst. In größeren Wohnhausanlagen gibt es oft auch einen Trocknungsraum bzw. eine Waschküche, die du mitnutzen kannst.

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