Di, 17. Oktober 2017

4.000 Euro zu teuer

06.01.2011 15:26

Jetzt ist es fix – „Airmed 2“ bleibt am Boden

Die Luftrettung in Oberösterreich bleibt ÖAMTC-Gelb gefärbt. Ohne andere Farbtupfer. Jetzt ist das endgültige Aus von "Airmed 2" gekommen, der von einem burgenländischen Primar in Scharnstein betrieben worden ist. Ein Notarzt hatte in einem Mail Mängel kritisiert, der neue Heli, der nur einmal abhob, blieb am Boden.

"Die Reaktion des Roten Kreuzes, dass es einen sofortigen Alarmierungs-Stopp gab, war in Ordnung. Es war nicht in Ordnung, dass das interne Mail nach draußen ging. Denn die Mängel wären in einem halben Tag Arbeit beseitigt gewesen", ärgert man sich bei der Firma "flymed", die den Scharnsteiner Stützpunkt am 26. Dezember nach fast dreimonatiger Pause wieder aktiviert hatte.

Der aus München geleaste EC 145 hob nur einmal zu einem Skiunfall ab, wurde am Weg zur Piste storniert: die Verletzungen waren leicht. Tags darauf, vor der Eröffnungsfeier mit Lokalpolitikern, kam der Alarmierungs-Stopp. Jetzt ließ der burgenländische Primar Günther Schamp den Stützpunkt Scharnstein auf - der Betrieb kostete rund 4.000 Euro pro Tag.

Damit gibt es in nur noch die ÖAMTC-Helis "Christophorus 10" in Linz-Hörsching und "Europa 3" in Suben. Sie hoben im Vorjahr 2.072 Mal ab und flogen auch nach Bayern und in andere Bundesländer.

In Oberösterreich gab's im Vorjahr 1.697 ÖAMTC-Rettungsheli-Einsätze, die auch von Maschinen aus Salzburg, der Steiermark und NÖ geflogen wurden. Dazu etwa 600 Einsätze des nun bruchgelandeten "Airmed 2".

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