So, 17. Dezember 2017

Vermutlich ab Mai

05.01.2011 13:52

Busunfall mit sechs Toten auf der A21 kommt vor Gericht

Der schwere Busunfall auf der Wiener Außenringautobahn (A21) im Gemeindegebiet von Gaaden (Bezirk Mödling), bei dem im Februar des Vorjahres sechs Menschen starben und 36 teils schwer verletzt wurden, kommt vermutlich im Frühling vor Gericht. Ein fixer Prozesstermin sei noch nicht ausgeschrieben, teilte Hans Barwitzius, Sprecher des Landesgerichts Wiener Neustadt, am Mittwoch mit. Vermutlich werde die Verhandlung aber im Mai stattfinden.

Der Busfahrer, ein 56-jähriger Serbe, muss sich wegen fahrlässiger Gemeingefährdung verantworten, weil er einen zu geringen Sicherheitsabstand eingehalten haben soll. Da die meisten Zeugen aus dem Ausland - hauptsächlich aus dem Kosovo - stammen, muss das Gericht langfristig planen, um sicherzustellen, dass die Zeugenladungen korrekt und rechtzeitig erfolgen.

Crash bei trockener Fahrbahn und klarer Sicht
Zu dem schrecklichen Unfall war es am 21. Februar vergangenen Jahres kurz vor Mitternacht bei trockener Fahrbahn und klarer Sicht gekommen. Kollidiert waren zwei Lkw und ein Bus mit rund 40 Insassen, hauptsächlich Kosovaren. Für sechs Personen - vier Kosovaren, einen Serben und einen Österreicher - kam jede Hilfe zu spät.

Der unverletzt gebliebene Lkw-Lenker gab in der Folge gegenüber der Polizei an, seine Geschwindigkeit wegen eines vor ihm befindlichen Sattelfahrzeugs und einer aufsteigenden dunklen Rauchwolke auf Schritttempo reduziert zu haben, worauf ein Lkw mit Anhänger auffuhr. Gegen dessen Heck soll dann nahezu ungebremst der Bus geprallt sein.

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