Di, 21. November 2017

Tiefe Krise

22.01.2013 11:04

Sollen wir um unsere Beziehung kämpfen?

Schlechte Phasen gehören zu einer Beziehung einfach dazu. Deshalb jedoch gleich das Handtuch zu werfen, sollte nicht der erste Ausweg sein. Krisen sind normal, entscheidend ist der Umgang damit. Wann es sich lohnt, für deine Partnerschaft zu kämpfen, lesen Sie hier.

Gründe für die Beziehungskrise
Egal wie lang oder kurz man zusammen ist, eine Beziehungskrise kann überall zuschlagen. Die Gründe für Krisen sind dabei fast schon Klassiker: Eifersucht, Routine, eine Affäre, gegenseitige Abneigung, ein unbefriedigendes Sexualleben, andere Interessen oder keine gemeinsamen Aktivitäten. Doch bei einigen dieser Gründe ist eine Wiederbelebung der Liebe durchaus möglich und die Beziehung hat gute Chancen, wieder zu funktionieren – sogar besser als zuvor.

Frühes Gegensteuern ist in jedem Fall wichtig, denn wenn man zulässt, dass sich die Fronten verhärten, wird es umso schwieriger, alles wieder ins Lot zu bringen. Kommt es zur Trennung, ist dies für die Betroffenen immer eine große Belastung: emotional, oft auch finanziell. Das Gefühl des Scheiterns und Versagens macht sich breit. Wurde man enttäuscht, fällt es zudem nicht leicht, sich wieder in eine Beziehung zu begeben.

Rettungsgrund 1 - Gesprächsbereitschaft
Eine wichtige Voraussetzung für das Weiterfunktionieren der Beziehung ist die gegenseitige Gesprächsbereitschaft. Wenn man sich nach wie vor an einen Tisch setzen und miteinander sprechen kann, dann findet man auch einen Weg, wie es weitergehen soll. Eine Paartherapie ist eine gute Möglichkeit, um wieder einen Draht zueinander zu finden und über einen Mediator Konflikte zu lösen. Herrscht absolute Funkstille, ist hingegen kaum noch etwas zu retten.

Rettungsgrund 2 – Wille zum Weitermachen
Auch muss von beiden Seiten der Wille vorhanden sein, die Beziehung weiterzuführen. Hat nur ein Partner Interesse und ist auf der anderen Seite zu viel Abneigung oder enttäuschtes Vertrauen vorhanden, sind die Bemühungen meist zwecklos. Zudem ist der Wille zur Veränderung bzw. die Selbsterkenntnis, dass etwas am eigenen Verhalten nicht in Ordnung ist, absolut notwendig. Denn oft müssen beide Partner an sich arbeiten, um wieder miteinander klarzukommen. Dies ist gerade bei Eifersucht oder Bequemlichkeit der Fall – Selbstbeherrschung und Überwindung sind hier gefragt.

Wird die Schuld hingegen nur dem Partner zugeschrieben und ist keine Bereitschaft da, selbst etwas zum Gelingen der Beziehung beizutragen, stehen die Chancen schlecht, dass es weitergeht.

Rettungsgrund 3 – Überwindbare Hürden
Natürlich macht es auch einen Unterschied, warum die Beziehung zu scheitern droht. Gab es keinen konkreten Anlassfall, der ein Weitermachen unmöglich macht, wie einen Seitensprung oder Gewalt in der Familie, ist es eher möglich, die alten Gefühle wieder aufzubauen. Hat sich Routine in die Beziehung eingeschlichen oder hat man sich auseinandergelebt, kann intensive Beziehungsarbeit einiges wiedergutmachen. Auch hier kann eine Paartherapie wahre Wunder wirken. Ist dagegen bereits ein neuer Partner im Hintergrund vorhanden, wird die Beziehung nicht mehr funktionieren.

Rettungsgrund 4 – Familie
Natürlich sollen Kinder nicht der Grund sein, um zusammenzubleiben. Schließlich sind Konflikte für Kinder deutlich spürbar, auch wenn man sich größte Mühe gibt, sie nichts merken zu lassen. Dennoch brauchen Kinder stabile Verhältnisse – eine Trennung kann ein Trauma auslösen, da Kinder oft das Gefühl bekommen, sich auf nichts verlassen und niemandem vertrauen zu können. Sind daher Kinder vorhanden, sollte das ein Extra-Anstoß sein, für die Liebe zu kämpfen.

Ganz generell sollten die Motivation für ein Weitermachen die Gefühle für den Partner sein bzw. die vielleicht schon lange bestehende Partnerschaft, die vor der Krise sehr schön war. Ein Grund, der die Neuaufnahme von vornherein zum Scheitern verurteilt, ist die finanzielle Belastung einer Scheidung. Bleibt man nur wegen des Geldes zusammen, dann sind wiederholte Krisen absehbar - und es wird von Mal zu Mal schlimmer.

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