Mo, 20. November 2017

Letzter Strohhalm?

29.12.2010 22:57

Michael Jacksons Leibarzt: „Es war Selbstmord“

Der wegen fahrlässiger Tötung angeklagte Leibarzt von Michael Jackson will nach Angaben der Staatsanwaltschaft vor Gericht einen Selbstmord des "King of Pop" geltend machen. Der Anwalt des Kardiologen Conrad Murray hat erklärt, in Jacksons Körper sei eine große Menge des Narkosemittels Propofol gefunden worden, der Mediziner habe nach eigenen Angaben jedoch nur 25 Milligramm des Medikaments injiziert.

Der Kardiologe soll Jackson nach einer schlaflosen Nacht am Morgen des 25. Juni 2009 erst Beruhigungs- und Schlafpillen gegeben und dann ein Narkosemittel gespritzt haben. Das zur Betäubung bei Operationen eingesetzte Propofol führte nach dem Befund der Gerichtsmediziner zum Tod des "King of Pop". Der Künstler war gerade 50 Jahre alt und wollte wenige Tage später sein Comeback und seinen Abschied mit der "This Is It"-Tournee feiern.

Murrays Verteidigung wolle nun argumentieren, Murray habe nur 25 Milligramm des Medikaments injiziert, es sei Jackson gewesen, der sich selbst noch mehr Propofol verabreicht und sich damit das Leben genommen habe, erklärte die Staatsanwaltschaft in Los Angeles bei einer Anhörung am Mittwoch.

Murray drohen bis zu vier Jahre Haft
Die Staatsanwaltschaft hat ihn im Februar wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, der Arzt beteuert seine Unschuld und ist gegen eine Kaution von 75.000 Dollar auf freiem Fuß. Murray muss ab dem 4. Jänner vor Gericht erscheinen. Dann soll im Rahmen einer mehrwöchigen Anhörung geprüft werden, ob die Beweislast für ein Verfahren gegen Murray tatsächlich ausreicht. Im Falle eines Prozesses mit einem Schuldspruch drohen ihm vier Jahre Haft.

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