So, 19. November 2017

Sicherheitslücke

29.12.2010 12:14

„SMS des Todes“ legt beliebte Handymodelle lahm

Viele beliebte Handymodelle - etwa von Nokia, Sony Ericsson, Samsung oder Motorola - lassen sich ganz einfach per SMS zum Absturz bringen oder sogar gänzlich ausschalten, wie Hacker auf dem Chaos Communication Congress in Berlin berichteten. Ihre Entdeckung haben sie publikumswirksam "SMS des Todes" getauft.

Über 85 Prozent der Handymodelle weltweit sind sogenannte Feature Phones, die etwa MP3s abspielen können oder über einen Webbrowser Zugriff auf das Internet bieten, ansonsten aber über wesentlich weniger Funktionen verfügen als Smartphones mit Android- oder Apples iOS-Betriebssystem. Und ebendiese Feature Phones beinhalten zahlreiche Sicherheitslücken und Programmierfehler, die von Hackern ausgenutzt werden können.

Bei der Hacker-Konferenz Chaos Communication Congress in Berlin haben zwei von ihnen nun eine Möglichkeit vorgestellt. Collin Mulliner und Nico Golde bauten dafür ein eigenes GSM-Netzwerk in ihrem Labor auf, um verschiedene beliebte Handymodelle auf Schwachstellen zu testen.

Zahlreiche beliebte Modelle lahmgelegt
Und tatsächlich stellte sich heraus, dass sich viele per einfacher SMS ausschalten oder sogar gänzlich lahmlegen lassen - die Hacker tauften die Kurznachricht daher auf den Namen "SMS des Todes". Besonders hinterhältig an den Attacken ist, dass die Nutzer die SMS zum Teil nicht einmal sehen. Betroffen waren zum Beispiel Modelle der Firma Nokia (6300, 3110c und mehr), Sony Ericsson (Walkman-Handys wie das W8000i und andere), Samsung (S3250 und S5230 Star) und Motorola (RAZR, ROKR und SVLR L7).

Flut an "SMS des Todes" möglich
Diese Schwachstellen könnten von kriminellen Hackern ausgenützt werden, warnten Mulliner und Golde in Berlin. Schließlich sei es zum Beispiel in Deutschland ohne größere Probleme möglich, SMS an eine große Anzahl von Personen zu senden. Die Folge könnten Hunderttausende Menschen und Firmen ohne funktionierendes Handy sein. Schwierig sei die Behebung der Probleme vor allem, da die Feature Phones im Gegensatz zu Smartphones kaum Software-Updates erfahren, so die Hacker.

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