Sa, 16. Dezember 2017

Kindergarten-Kinder

29.12.2010 08:36

Nur Bruchteil nimmt an Integrations-Projekten teil

Für Aufregung hat in der Stadt Salzburg eine Anfrage von FP-Gemeinderat Andreas Schöppl gesorgt. So wurde nämlich bekannt, dass sich Kinder mit Deutsch als Muttersprache in den städtischen Kindergärten mittlerweile in der Minderheit befinden. Zwar gibt es Integrations-Projekte, doch eine neuerliche Anfrage zeigt: Nur ein Bruchteil nimmt daran teil.

Von den insgesamt 2.077 Kindergarten-Kindern haben 956 Deutsch als Muttersprache, 1.121 Kinder hingegen nicht (siehe Infobox). In den meisten Kindergärten hat sich so das Verhältnis zwischen Einheimischen und Kindern mit Migrations-Hintergrund verschoben. Auffälligstes Beispiel: der Kindergarten Bolaring. Dort stammen nur mehr drei von 68 Kindern aus Salzburg.

Das "Rucksack-Projekt", bei dem sich einmal wöchentlich von Oktober bis Mai die Eltern im Kindergarten treffen und dabei "Vorbereitungen zu verschiedenen Wochenthemen treffen", wie Vizebürgermeister Martin Panosch als Ressortzuständiger beschreibt, soll die Integration fördern.

"Das ist leider nur ein Bruchteil..."
"Es geht dabei um die Familie, um das Zuhause, um die Kleidung oder um Essen und Trinken", so Panosch. Die Aufgaben werden darauf daheim mit den Kindern in der Muttersprache geübt. Im Kindergarten werden die Themen wiederholt, diesmal auf Deutsch.

In 16 Kindergärten wird dieses Projekt derzeit angeboten, die Gesamtkosten betragen pro Jahr rund 35.000 Euro, wobei das Land sich mit rund 15.000 Euro an den Ausgaben beteiligt.

Andreas Schöppl: "Die Idee ist begrüßenswert. Die Frage aber ist, wie viele nehmen daran teil." So stellte die FP im Gemeinderat erneut eine Anfrage. Das Ergebnis: Insgesamt "nahmen 429 Personen das Projekt in Anspruch". 195 Mütter und Väter sowie 234 Kinder. "Das ist leider nur ein Bruchteil...", so Schöppl.

von H. Brodnig, Kronen Zeitung
Symbolbild

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