Mo, 23. Oktober 2017

Wilde Verfolgung

25.12.2010 11:34

Verkäufer springt auf Wagen von Christbaumdieben

Hollywood-taugliche Szenen haben sich am Heiligen Abend im Salzburger Stadtteil Maxglan abgespielt. Zwei Christbaumverkäufer, Vater und Sohn, erwischten ein Gaunerduo beim Stehlen von Nadelbäumen. Als sich der Sohn dem Lieferwagen in den Weg stellte, gaben die Diebe Gas und fuhren auf den 18-Jährigen zu. Er konnte sich noch bei den Scheibenwischern des davonbrausenden Fluchtautos einhängen und auf die Motorhaube ziehen...

Er hielt sich dann mit einer Hand an den Scheibenwischern fest und alarmierte mit der anderen per Handy die Polizei. Erst nach hundert Metern bremste der Lenker abrupt ab. Der 18-Jährige wurde auf die Straße geschleudert und verletzte sich dabei an der Hand.

Vater wollte Baum noch am Wipfel aus Auto ziehen
Die beiden Christbaumverkäufer wollten um 16.27 Uhr ihre Bäume von der Kendlerstraße 2 zu einem anderen Verkaufsplatz bringen, als sie die beiden Verdächtigen entdeckten. Einen Christbaum hatten die Diebe bereits auf die Ladefläche ihres weißen Mercedes Sprinter verfrachtet, acht weitere Bäume lagen außerhalb des abgesperrten Verkaufsbereiches zum Abtransport bereit.

Der ältere Christbaumverkäufer wollte den verladenen Baum am Wipfel noch aus dem Auto ziehen. Doch die Diebe sprachen Drohungen aus, gaben Gas und wollten davonfahren. Während sich der 18-Jährige auf die Motorhaube des Mercedes zog und mitgeschleift wurde, rannte sein Vater dem Wagen nach und notierte sich das Kennzeichen. Laut Exekutive konnten die Christbaumverkäufer die zwei Verdächtigen auch identifizieren. Die beschuldigten Salzburger, ebenfalls Vater und Sohn im Alter von 57 und 35 Jahren, wurden an ihrer Wohnadresse angetroffen.

Lenker hatte 1,12 Promille
Ein Alko-Test bei dem 57-Jährigen, der den Mercedes gelenkt haben soll, ergab 1,12 Promille. Er bestritt allerdings den Diebstahl. Er habe seine zwei Christbäume in einem Baumarkt gekauft, rechtfertigte sich der 57-Jährige. "Und sein Sohn verweigerte die Aussage", erklärte Hermann Winkler von der Polizeidirektion.

Symbolbild

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