Di, 21. November 2017

Auf zehn Prozent

24.12.2010 12:35

Erfolgreiches Arbeitslosen-Projekt gekürzt

Jetzt fällt auch eines der erfolgreichsten Arbeitslosen-Projekte dem Landes-Sparstift zum Opfer. Durch die Kürzungen wird B7-Chef Helmut Bayer trotz Bedarfs künftig nur zehn Prozent der bisher 3.000 Job-Beratungen pro Jahr für Menschen mit Gesundheitsproblemen finanzieren können.

"Krone": Nach elf Jahren Erfolgsgeschichte, soll das Projekt "Beratung für Arbeit und Gesundheit" des Arbeitslosenvereins B7 völlig überraschend eingestampft werden.
Helmut Bayer: Da ich von Anfang an mit dabei war, blutet mir das Herz sehr. Mittlerweile haben wir von insgesamt 26 Mitarbeitern die das Projekt betreut haben, auf zwei reduzieren müssen.

"Krone": Es gibt aber seit Kurzem einen kleinen Hoffnungsschimmer...
Bayer: Wir befinden uns gerade in Gesprächen mit dem Land. Sie laufen darauf hinaus, dass wir in Zukunft trotz der Fördermittelkürzungen zehn Prozent der bisherigen Beratungen anbieten können.

"Krone": Der Bedarf wäre aber viel höher?
Bayer: Ja, die Beratung von arbeitssuchende Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen ist dringend notwendig. Wir wollen jenen helfen, die nicht mehr fit genug fürs Arbeiten sind, aber für die Pension als zu gesund gelten.

"Krone": Die Erfolgsquote des Beratungsprojektes war ja sehr hoch.
Bayer: Wir haben rund 40 Prozent der arbeitssuchenden Menschen einen Schubs in Richtung Integration am Arbeitsmarkt gegeben. 55 Prozent konnten in Pension gehen.

"Krone": Wo krankt es im Arbeits-System?
Bayer: Man muss den Druck von älteren Menschen nehmen, um sie länger in Beschäftigung zu halten. Der Arbeitgeber profitiert ja schließlich auch von der Mitarbeiter-Erfahrung.

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