So, 19. November 2017

Land der Krippen

24.12.2010 10:21

Krippen-Tradition wird im Land ob der Enns stets gepflegt

Ein Mann, eine Frau und das heilbringende Jesuskind – besonders dieser Tage dreht sich wieder alles um die Krippen. So soll bereits 1603 die erste nach Linz gebracht worden sein, später auch ins Salzkammergut, wo bis heute mit Ebensee eine wahre Krippen-Hochburg zu finden ist. Doch auch im übrigen Land ob der Enns nahm man sich der Thematik rund um die Geburtsstätte Jesu an. Besonders schöne Exemplare findet man zum Beispiel in Kirchham (Bild).

So ist auch der Steyrer Ort Christkindl dank seiner mechanischen Krippe zur Pilgerstätte geworden. Durch Fahrradketten, Wellen und Zahnräder bewegen sich beinahe 300 aus Lindenholz geschnitzte Figuren durch eine detailreiche biblische Landschaft.

Ein Schatz von einer Krippe ist aber auch in der Krypta des Linzer Mariendoms zu sehen: eine orientalische Krippe, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert und zu den größten der Welt zählt.

Nicht an der Zahl der Figuren gemessen, aber dank ihrer Höhe die vermutlich größte Krippe der Welt findet sich in Riedau im Innviertel. Fünf Meter hoch sind die Figuren, allesamt jeweils aus einer mächtigen Tanne gefräst und vom Pramer Bildhauer Meinrad Mayrhofer geschaffen.

Ein Prunkstück einer Krippe ist auch die Schwanthaler-Krippe im Pfarramt Pram. Die von der bekannten Bildhauerfamilie geschaffene Szenerie um die Geburt Jesu beinhaltet derart wertvolle Figuren, dass diese seit 1972 gesichert in einem eigenen Ausstellungsraum des Pfarrhofes Pram aufbewahrt werden.

Original Salzkammergut-Schnitzkunst in Lebensgröße kann man hingegen in der Krippe Sankt Wolfgang beim winterlichen Spaziergang erleben. Während sich in Kirchham bei Gmunden dieser Tage eine ganze Ortschaft in eine Weihnachtskrippe verwandelt hat. Getreu dem Motto "Zur Krippe her kommet" kann man das idyllische Dorf Hagenmühle von 29. Dezember bis 12. Jänner besuchen.

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