Mo, 20. November 2017

Spitalsverlegung

18.12.2010 16:04

Genossen ließen SP-Parteispitze bei Resolution im Stich

Mit einer Flut von Resolutionen wollen SP-Spitzenpolitiker verhindern, dass die Orthopädie-Abteilung des Krankenhauses St. Pölten großteils nach Krems verlegt wird. Doch just in der "roten" Hochburg Nußdorf ob der Traisen verweigerten die Genossen die Gefolgschaft: Im Gemeinderat fand dieses Anliegen keine Mehrheit.

Unterstützung im Streit um die Spitalsstation erhofften sich Nationalrat Anton Heinzl, Abgeordnete Heidemaria Onodi sowie Bürgermeister Matthias Stadler aus den Gemeinden rund um die Landeshauptstadt. In vorformulierten Resolutionen sollten die SP-Fraktionen die Forderung absegnen lassen, dass die Orthopädie in vollem Umfang in St. Pölten verbleiben müsse. In Nußdorf ob der Traisen schien diese Abstimmung eine "g'mahte Wiesn" zu sein. Zwölf SP-Mandataren sitzen hier gerade einmal sieben VP-Gemeinderäte gegenüber. Und dennoch: Nur sechs Hände hoben sich zugunsten der Resolution.

"Ich war überrascht", gibt SP-Ortschef Heinz Konrath zu. Doch er betont, dass es in dieser Frage keinen Fraktionszwang gegeben habe. Im Bezirksbüro der VP reagiert man mit Häme auf die SP-Panne: "Die kleinen Funktionäre sind offenbar vernünftiger als ihre Parteibosse!"

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden