Mo, 11. Dezember 2017

Nichts geht mehr

15.12.2010 14:07

Schneetreiben sorgt für Chaos im ganzen Land

"Die Hölle" hat am Mittwoch laut Polizei auf den Autobahnen im Land ob der Enns geherrscht. Die Fahrbahn der A8 war spiegelglatt, es kam reihenweise zu Unfällen mit Blechschäden. Auf der A1 staute sich der Verkehr nach einem Unfall und wegen quer stehender Lkws. Auch im Seengebiet verwandelten sich Straßen in Rutschbahnen. Im restlichen Landesgebiet herrschten ebenfalls tief winterliche Fahrverhältnisse. Bei Sierning rutschte gar ein Schneeräumer von der Straße und kippte um (Bild).

Vor allem im Mühlviertel, aber auch im Raum Kirchdorf galt streckenweise Kettenpflicht für Lkws über 7,5 Tonnen. Auf den Pässen war mit Schneefahrbahnen zu rechnen. Im gesamten Bundesland kam es in exponierten Lagen zu Verwehungen, die den Autofahrern das Leben schwer machten. Die Straßenmeistereien standen mit sämtlichem verfügbarem Gerät im Dauereinsatz.

Lenker steigt nach Unfall aus und wird angefahren
Auf der A1 kam ein 38-Jähriger mit seinem Klein-Lkw ins Schleudern und blieb mitten auf der rechten Fahrspur stehen. Ein nachfahrender Autolenker sah das fahrzeug im Schneetreiben zu spät und konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen. Der 46-Jährige krachte erst in den Klein-Lkw und erfasste dann den 38-Jährigen, der inzwischen ausgestiegen war. Er wurde unbestimmten Grades verletzt.

Über Böschung gekippt, Lenker unverletzt
Selbst Spezialfahrzeuge wurden den Schneemassen nicht mehr Herr. Im Bezirk Steyr-Land rutschte bei Sierning sogar ein Schneeräumer von der Straße und kippte über eine etwa zwei Meter hohe Böschung. Der Lenker konnte sich unverletzt aus dem Fahrzeug befreien. Bereits die Anfahrt zum Unfallort gestaltete sich für die Feuerwehr schwierig, ebenso wie die Bergung. Nach rund sechs Stunden war der Lkw geborgen.

Erhebliche Lawinengefahr im Bergland
Vor allem im Bergland schneite es am Mittwoch verbreitet, bis zum Abend wurden rund 20 Zentimeter Neuschnee erwartet. Hinzu kam stürmischer Wind, der zu sehr unregelmäßig aufgebauten Schneedecken und damit zu erheblicher Lawinengefahr führte. Für Donnerstag rechnen die Meteorologen mit einem Nachlassen des Windes, die Lawinenwarnstufe bleibt aber bei Stufe drei von insgesamt fünf.

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