Sa, 18. November 2017

‚Stark alkoholisiert‘

14.12.2010 17:06

20-Jähriger von Zug überrollt - nur leichte Blessuren

Unglaubliches Glück und wohl auch mehrere Weihnachtsschutzengel hat ein 20-jähriger in der Nacht auf Sonntag bei einem gefährlichen Zwischenfall auf dem Weinviertler Bahnhof Kreuzstetten gehabt: Der Bursche hatte sich nach einer Party "stark alkoholisiert" auf die Schienen gesetzt und war von einem Zug überrollt worden. Wie durch ein Wunder blieb er unverletzt, berichtete ein Ermittler im Gespräch mit noe.krone.at. Mit leichten Blessuren kam auch ein Mädchen in Krems davon, das von einer Lok gestreift worden war.

Die Techno-Party hatte den 20-Jährigen müde gemacht, sehr müde. Doch zum Ruhen suchte sich Philipp B. den denkbar gefährlichsten Schlafplatz aus – er setzte sich beim Schnellbahnhof auf die Schienen. Minuten später rollte eine Zuggarnitur heran. Trotz der Notbremsung durch den Lokführer rollte der Zug über den junge Mann hinweg.  Das Weihnachtswunder: Plötzlich sprang der Niederösterreicher unvermutet auf – und rannte vor den eintreffenden Polizisten davon. "Er muss auch ganz flach gelegen sein, dass er so glimpflich davongekommen ist", wunderte sich der Polizist.

Nur Abschürfungen erlitten
Das Paradoxe: Der geschockte Bursche kam gleich darauf zurück, setzte sich seelenruhig in ein Abteil und wollte nach Hause fahren. Die Retter brachten Philipp vorsorglich ins Spital, dort aber konnten die Ärzte kaum Verletzungen feststellen. Lediglich Abschürfungen habe der Betrunkene erlitten – "diese müssen aber auch nicht unbedingt vom Zug stammen", so der Polizist weiter.

Die Mutter des Glückspilzes zur "Krone": "Meine Gedanken sind beim Lokführer. Es tut uns so leid, dass er einen so großen Schock erleiden musste."

Mädchen in Krems von Zug gestreift
Lediglich leicht verletzt wurde – laut ÖBB-Sprecher Christopher Seif – eine 13-Jährige in Krems: Die Schülerin war, neben den Schienen wandernd, von einer Lok gestreift worden. Sie erlitt nur Prellungen.

von Mark Perry, Klaus Loibnegger und Peter Tomschi (Kronen Zeitung) und noe.krone.at

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