Mo, 23. Oktober 2017

Trotz viel Kritik

14.12.2010 09:07

Brustzentrum: Die neue Organisation im Spital ist fixiert

Die Entscheidung ist gefallen: Das Brustzentrum an der Salzburger Uni-Klinik wird nach dem Abgang von Primar Christian Menzel neu organisiert. An der speziellen Gynäkologie soll nur noch operiert werden, für die Medikamenten-Therapie ist dann allein die Onkologie zuständig. Dort werden auch alle Studien gemacht.

„Damit wird diese erfolgreiche Einrichtung zerschlagen“, wettert VP-Klubchefin Gerlinde Rogatsch. Und berichtet: „Auch der Rektor der medizinischen Universität lehnt die Änderung glatt ab. Mit der Neu-Organisation geht niemand mehr auf die Frauen ein, die in Ausnahmesituationen wie einer Brustkrebs-Erkrankung eine ganzheitliche Betreuung benötigen – und die kann nur ein Gynäkologe bieten, aber nicht die Onkologie.“

Doch der Widerstand war vergeblich: Spitals-Direktor Heinrich Magometschnigg drängt auf die neue Organisation. Das heißt: Die zwei gynäkologischen Abteilungen werden nach der Pension von Menzel und Primar Alf Staudach gemeinsam geführt. Bis zur Bestellung des neuen Chefs im Frühjahr übernehmen die Oberärzte. „Für die Frauen ändert sich nichts, sie werden weiter perfekt behandelt“, heißt es offiziell aus der Klinik.

Rogatsch: „Im Jahresbericht des Spitals für 2007/08 wurde das Brustzentrum als europaweit einzigartig noch gelobt. Da hieß es auch, dass dort Therapie und Nachsorge für der Patientinnen gemacht werden – und jetzt soll dieser Erfolg mutwillig zerstört werden.“

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung
Symbolbild

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