So, 19. November 2017

Spürhunde im Einsatz

13.12.2010 17:23

Ermittler: „Geben die Suche nach Anita nicht auf“

Gespenstische Szenen haben sich auf einem Feld in der südlichen Slowakei abgespielt: Polizisten schicken ihre Spürhunde über einen umgegrabenen Acker. Andere durchwühlen mit Schaufel und Hacke den halbgefrorenen Boden: Auf einem verschneiten Mistabladeplatz, vermuten die Ermittler die sterblichen Überreste der 23-jährigen Anita K.

Der Ziehvater und mutmaßliche Peiniger soll sein von ihm erwürgtes Missbrauchsopfer hier in einer zu einem Ofen umfunktionierten Mülltonne mit dem Sprit aus zwei Benzinkanistern abgefackelt und die verkohlten Überreste wie einen Erdäpfelsack verscharrt haben. „Zweieinhalb Stunden lang war Erwin K. auf dem entlegenen Mistplatz ungestört. Als die von den aufsteigenden schwarzen Rauchsäulen alarmierte Ortspolizei Nachschau hielt, war er mit seinem schauerlichen Treiben bereits fertig“, schilderte ein Fahnder der Mordkommission der NÖ-Kriminalabteilung. Wie berichtet, hatte sich der 54-Jährige in der Haft erhängt – die Beweise waren offenbar zu erdrückend.

Der Ingenieur dürfte Anita K. und ihre ältere Schwester Silvia über Jahre hinweg missbraucht haben. „Er war es gewohnt, seine Umwelt zu manipulieren, und wollte offenbar nicht in einem Verfahren mit seinen Verbrechen konfrontiert werden“, so der Ermittler weiter. Der feine Herr nahm aber dabei auch das Geheimnis mit, wo er die 23-Jährige begraben hat. „Wir geben die Suche nach ihr aber nicht auf!“

von Florian Hitz und Christoph Matzl, Kronen Zeitung

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