Sa, 21. Oktober 2017

Klimawandel

12.12.2010 11:16

Anschober auf Klimakonferenz: „Auch OÖ betroffen“

Das Schneechaos in Oberösterreich und ganz Europa scheint den Zweiflern an der Erderwärmung Recht zu geben – doch Experten auf der am Samstag beendeten Klimakonferenz in Cancún erklärten das Gegenteil: Die Erwärmung lässt das Klima "Kopf stehen" und bringt immer mehr Wetterextreme in beiden Richtungen.

Was Europa derzeit erlebt, ist ein solcher "Kopfstand": Statt der typischen Winter-Großwetterlage mit Azorenhoch und Islandtief führen Tiefdruck über den Azoren und Hochdruck über dem Nordatlantik zu einer Strömungsumkehr, die kalte Polarluft nach Süden treibt. In Mitteleuropa schwächt sich der wärmere atlantische Klimaeinfluss ab, verstärkt wird der kontinentale. Das Wetter wird wie in Russland: klirrende Kälte im Winter, im Sommer extreme Hitze, die heuer zu Dürren und Waldbränden führte.

Zu den Wetterkapriolen aufgrund des Klimawandels zählen die Experten auch die verheerenden Regenfälle in Asien und die Überschwemmungen in Polen und Ostdeutschland, die jenen im Sommer 2002 glichen, als auch Oberösterreich eine Flutkatastrophe erlebte.

70 Experten von UNO und Weltbank, die einen Bericht über die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels erstellten, rechnen bis zum Jahr 2100 mit einer Verdreifachung der Schäden durch Wetterkatastrophen.

"limaschutz kostet nur einen Bruchteil" so Grünen-Landesrat Rudi Anschober, der Oberösterreich auf dem Treffen der 60 führenden Klimaschutz-Regionen der Welt in Cancún vertrat: "Die Erfolge der Ökoenergiewirtschaft zeigen sogar, dass er Gewinne bringt."

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