Do, 23. November 2017

Klar überlegen

09.12.2010 11:59

Linz schneidet beim PISA-Test mit am besten ab

Beim innerösterreichischen Vergleich hat Linz neben Graz, Innsbruck und Salzburg beim PISA-Test mit die besten Ergebnisse geliefert. Schulen in kleinen Ortschaften schnitten dagegen mit Abstand am schlechtesten ab. Lediglich Wien liegt als einzige Millionenstadt im Österreichvergleich ebenfalls leicht unter dem Schnitt.

In der internationalen PISA-Datenbank sind die einzelnen Ergebnisse unter anderem nach der Größe des Schulstandortes aufgeschlüsselt. Dabei werden fünf Kategorien unterschieden: Gemeinden mit bis zu 3.000 Einwohnern, zwischen 3.000 und 15.000 Einwohnern, zwischen 15.000 und 100.000 Einwohnern, Städte zwischen 100.000 und einer Million Einwohnern sowie Millionenstädte.

Demnach lieferten die besten PISA-Resultate die Städte zwischen 100.000 und einer Million Einwohnern, das sind die Landeshauptstädte Linz, Graz, Innsbruck und Salzburg. Da Österreich mit Wien nur über eine einzige Millionenstadt verfügt, werden so auch de facto Wien-Ergebnisse dargestellt. Allerdings sind die statistischen Schwankungsbreiten mit bis zu rund 15 Punkten auf oder ab sehr hoch und müssen dabei eingerechnet werden.

Dorfschulen liegen weit unter dem Schnitt
Die österreichischen Schüler erreichten insgesamt im Lesen 470 Punkte, in der Mathematik 496 und in den Naturwissenschaften 494. Jeweils klar über Schnitt lagen die Schüler in den Städten zwischen 100.000 und einer Million Einwohnern - im Lesen erreichten sie 492 Punkte, in der Mathematik 511 und in den Naturwissenschaften 515. Die Gemeinden zwischen 3.000 und 15.000 Einwohnern sowie zwischen 15.000 und 100.000 Einwohner unterschieden sich jeweils nicht signifikant vom Österreichschnitt.

Klar darunter liegen jeweils die Schulen aus Gemeinden mit bis zu 3.000 Einwohnern: Im Lesen kamen sie auf 439 Punkte, in der Mathematik auf 471 und in den Naturwissenschaften auf 477 - selbst wenn man die hohen Schwankungsbreiten berücksichtigt, liegen die Ergebnisse damit klar unter dem Österreichschnitt.

Die Wiener Schüler kamen demnach beim Lesen auf 461 Punkte, in der Mathematik auf 486 und in den Naturwissenschaften auf 477. Damit liegen die Wiener (unter Berücksichtigung der in diesem Fall etwas geringeren Schwankungsbreite) beim Lesen in etwa im Österreichschnitt, in der Mathematik knapp darunter und in den Naturwissenschaften klar darunter.

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