Fr, 15. Dezember 2017

Schlechtes Ergebnis

07.12.2010 15:02

Schuldzuweisungen nach Pisa-Studie zwischen VP und SP

Die Verantwortung für das schlechte Abschneiden Österreichs Schüler bei der PISA-Studie liegt für den schwarzen Bildungslandesrat Johann Heuras bei Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SP): "Vier Jahre, so lange wie früher eine ganze Legislaturperiode dauerte, ist Bildungsministerin Schmied bereits im Amt, und deshalb liegt die Verantwortung für das desaströse PISA-Ergebnis ganz klar bei Claudia Schmied", so der Landesrat am Dienstag. Die Ergebnisse seien ein "vernichtendes Zeugnis" für deren bisherige Arbeit.

Anders sah das naturgemäß die SP im Bundesland. Die Studienergebnisse seien eine "schallende Ohrfeige für alle schulpolitischen Bremser", meinte Klubobmann Günther Leichtfried. Man müsse sich endlich entscheiden, ob man weiterhin "populistischer Bildungsromantik nachhängen" oder eine offensive Reform wolle - die das Land auch dringend benötige. Qualität und eine "chancengerechte Bildungslandschaft" müssten dabei gegenüber Strukturreformen im Vordergrund stehen.

Harsche Kritik an den Regierungsparteien übten die Freiheitlichen. Schuld seien nämlich nicht die Jugendlichen, sondern das System, sagte Landesgeschäftsführer Martin Huber: "Die PISA-Studie ist der Beleg für das politische Scheitern von VP und SP im Bildungssystem, aber auch in Sachen Fremdenpolitik."

Die Grünen hingegen kritisierten den Umgang mit den Ergebnissen. Sich gegenseitig die Schuldfrage zu stellen und zu beflegeln, statt endlich Experten in die Reformen einzubinden, sei die "schlechteste Reaktion überhaupt", meinte Bildungssprecher Emmerich Weiderbauer und forderte eine PISA-Studie für Politiker, die "Handschlagqualität, das sinnerfassende Lesen von Gesetzesentwürfen und -beschlüssen und die Fähigkeit langfristige Folgen ihrer Entscheidungen abzuschätzen", überprüfe
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