Mo, 23. Oktober 2017

Kuriose Hitparade

07.12.2010 15:38

Die spektakulärsten Datenunfälle des Jahres

Ob das Notebook wegen eines falschen Kabels verschmort oder der Rechner am Flughafen (vorsichtshalber) gesprengt wird, weil er einige Zeit unbeaufsichtigt herumlag: In den meisten Fällen lassen sich gelöschte Daten von Experten wiederherstellen. Die Firma Kroll Ontrack hat auch heuer - schon zum siebenten Mal - ihre Hitparade der skurrilsten Datenverlustfälle des Jahres zusammengestellt.

Platz 10: Kabelsalat mit Folgen
Aller Anfang ist schwer. Da bergen auch Banalitäten wie Stromanschlüsse von Notebooks ein Risiko. Als der Notebook-Akku seinen Geist aufgibt, greift der unerfahrene Anwender blind hinter den Schreibtisch und schließt das erstbeste Kabel, das er finden kann, an. Leider handelte es sich nicht um das Notebook-Stromkabel. Das Notebook verschmorte, die Daten waren zu retten.

Platz 9: Daten ins Abseits geschoben
Ein Unternehmen möchte einige archivierte Bänder aus seinem Archiv auf sechs externe Festplatten überspielen. Was ein Team von Kroll Ontrack auch prompt erledigt. Das Unternehmen legt anschließend ein Backup davon auf sechs weiteren Festplatten an, die in einem feuersicheren Safe eingelagert werden. Als man auf die Daten des Backups zugreifen will, stellt sich heraus, dass diese teilweise überschrieben sind. "Kein Problem! Wir nehmen einfach die Festplatten von Kroll Ontrack", denken sich die Mitarbeiter. Doch die Informationen wurden bei der Erstellung der Backup-Platten durch das Unternehmen nicht kopiert, sondern verschoben, die Festplatten sind also leer. Zum Glück hatten die Datenretter noch die Ursprungsbänder aufbewahrt und stellten die Daten ein zweites Mal zur Verfügung.

Platz 8: Erinnerungen am Leben erhalten
Eine Frau besucht ihren Vater im Krankenhaus. Dabei wird ihr Notebook aus dem Besucherraum gestohlen. Dieses gehörte einst der eigenen Tochter, die tragischerweise erst vor kurzem an Krebs gestorben war. Auf dem Notebook sind die einzigen Fotos der Tochter gespeichert. Die Nachricht vom Diebstahl verbreitet sich in Windeseile, was zu einer schnellen Festnahme des Diebes und zur Sicherstellung des Notebooks führt. Allerdings hatte dieser die Festplatte bereits gelöscht. 90 Prozent der persönlich wertvollen Familienfotos konnten jedoch gerettet werden.

Platz 7: Schwein gehabt!
Eine in Styropor verpackte Festplatte aus einer Fleischerei landet im Datenrettungslabor. Schinkenreste weisen eindeutig auf den Absender hin. Die entfettete Festplatte wurde mit Verdacht auf mechanisches Versagen in den Reinraum gebracht, wo alle Daten wiederhergestellt werden konnten.

Platz 6: Völlig abgehoben
Ein Vielflieger genießt einen Espresso, während er auf seinen Heimflug wartet. Er legt seine Notebook-Tasche auf dem Boden an der Espresso-Bar ab und vergisst sie. Das unbeaufsichtigte Gepäckstück wird der Flughafenpolizei gemeldet. Während der Passagier schon im Flugzeug sitzt, wird das Notebook gesprengt, um sicherzustellen, dass es kein Sicherheitsrisiko darstellt. Selbst hier war es noch möglich, Daten zu retten.

Platz 5: Flotter Crashkurs
Eine Geschäftsfrau und Mutter ist auf dem Weg zur Arbeit in Eile und legt ihre Aktentasche auf das Autodach. Sie stellt noch den Kaffee in ihren Becherhalter und schnallt ihr Kind an, ehe sie beherzt aus der Garage fährt und dem Notebook auf dem Autodach zu einer Punktlandung verhilft - unter die Vorderräder des Autos und ins Datenrettungslabor.

Platz 4: Digitales Katzenklo
Eine Frau lässt ihren Mac zuhause auf dem Boden, um den Akku zu laden. Als sie zurückkehrt, bemerkt sie eine Flüssigkeit auf der Tastatur und ein kleinlaut im Eck spielendes Kätzchen. Das riecht nach Datenverlust! Die nähere Untersuchung ergibt: Die Katze hat ihr Geschäft tatsächlich auf dem Notebook verrichtet.

Platz 3: Jenseits von Afrika
Ein Fotograf kündigt seinen Job und zieht nach Afrika, um dort mit seinen Fotos die Armut einzufangen. Sein Ziel: Menschen wachrütteln, Verständnis schaffen. Doch ein Feuer in seinem Apartment setzt seinen iMac in Brand. Die angerückte Feuerwehr trägt leider nicht dazu bei, die Situation zu entspannen: Ein Feuerwehrmann „rettet“ das Notebook mit einem beherzten Wurf aus dem Fenster. Trotz Brand und Sturz konnten die Daten aber gerettet werden.

Platz 2: Das große Krabbeln
Bei einer Überschwemmung treibt ein Computer mehr als zwei Tage flussabwärts. Das Hochwasser ist für das Laufwerk aber nicht das einzige Problem. Als das Laufwerk bei Kroll Ontrack im Reinraum untersucht wird, entdeckt man eine Ameise, die vermutlich vor der Flut fliehen wollte und jetzt am Schreib-/Lesekopf hängt. Handwerkliche Reinraum-Techniken ermöglichten die Wiederherstellung der meisten Daten auf der Festplatte. Die Ameise war jedoch nicht mehr zu retten.

Platz 1: Nicht ganz dicht
Die Frau sagt ihrem Mann noch, dass er das Notebook im Hotelzimmer lassen soll. Doch der will E-Mails checken, während sie shoppen ist, und geht mit dem Gerät an den Strand. Dort angekommen verspürt er kurz darauf den Drang, sich abzukühlen. Um das Gerät nicht unbeaufsichtigt zu lassen, entschließt er sich, es mit ins Wasser zu nehmen. Unter der Annahme, Plastik sei wasserfest, verpackt er das Gerät in eine vermeintlich wasserdichte Hülle. Glücklicherweise sind die Daten dabei nicht baden gegangen.

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