Di, 17. Oktober 2017

Protest erfolgreich

07.12.2010 09:31

Stadt stoppt Stau-Chaos in Münchner Bundesstraße

Fünf Tage haben die Protest-Sirenen der Autofahrer wegen des Stau-Chaos auf der Münchner Bundesstraße im Dauerton geheult – jetzt hat die Stadt die Notbremse gezogen: Im Frühjahr kommt ein erster Kreisverkehr. Und mittelfristig folgt ein vierspuriger Ausbau mit Extra-Busspur.

Planungs-Stadtrat Johann Padutsch, die politische Zielscheibe der Protestflut, sieht sich nach der Kollegiumssitzung am Montag jetzt nicht als der große Verlierer: "Ich sehe nur die Gefährdung der Linksabbieger kurzfristig als nicht gelöst - ansonsten soll jetzt ja das realisiert werden, was auch schon immer unser Wunsch war. Und das ist ein mit dem Land abgesprochener vierspuriger Ausbau von der Freilassinger Grenze bis zum Autobahn-Verteilerkreis Salzburg Mitte."

"Wir finanzieren das mit einer Million Euro vor"
Der erste Schritt ist ein möglicherweise auch provisorischer Kreisverkehr Saalachstraße (Reifen John), finanziell springt dabei die Stadt in die Bresche: "Wir finanzieren das mit einer Million Euro vor, weil das Land dafür keine Budgetmittel hat", sagte Bürgermeister Heinz Schaden, der auch mit seinem Amtskollegen in Freilassing reden will: "Wir brauchen auf der bayerischen Seite verkehrsleitende Maßnahmen wie eine Pförtnerampel." Wobei auch die Erstmaßnahmen eine Ampelsteuerung vorsehen, die dem Bus einen gewissen Vorrang ermöglicht.

Missverständnisse im Vorfeld der Planung
Wie wichtig die Rücknahme der Maßnahme auch für die Wirtschaft ist, erklärte Beton, Kies- und Erdbau-Unternehmer Matthias Moosleitner, der drei Filialen in Salzburg hat und mit der Wirtschaftskammer protestierte: "Wir verlieren im Stau bis zu 100 Fuhren täglich." Dass es im Vorfeld der Planung zu Missverständnissen wegen Grundabtretungen kam, räumte Johann Padutsch ein: "Es ging hierbei nicht um Verkaufsunwillen von Anrainern, sondern um an einen möglichen Verkauf geknüpfte Bedingungen, die so nicht annehmbar waren."

Kronen Zeitung

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