Mo, 20. November 2017

Spitalsreform

05.12.2010 18:49

LH versichert: „Wird nicht auf Kosten der Bürger gespart“

Während die Landes-SPÖ der anstehenden Spitalsrefom mit Skepsis entgegenblickt, verteidigt Landeshauptmann Josef Pühringer das Sparpaket. Auch wenn der Rotstift am oberösterreichischen Gesundheitssystem angesetzt wird, werde die Reform – so sagt er – sicher nicht am Patientenrücken ausgetragen.

"Krone": Die Sozialdemokraten befürchten, dass die Spitalsreform nur als Budgetaufbesserung dienen könnte.
Josef Pühringer: So ist es sicher nicht. Es wird keine gravierende Verschlechterung der Leistungen für Patienten geben – so sind unsere Vorgaben für die Reform, mit der sich gerade eine  Expertengruppe auseinandersetzt.

"Krone": Es geht aber in der Bevölkerung noch immer die Angst um, dass Oberösterreichs Politik Krankenhäuser schließen könnte.
Pühringer: Es wird keine Standortschließungen geben und wir werden auch die Spitalsreform nicht am Rücken der Patienten austragen. Das haben wir auch immer so in der Öffentlichkeit kommuniziert.

"Krone": Es steht aber noch immer im Raum, dass 25 Abteilungen geschlossen werden sollen.
Pühringer: Wie viele Abteilungen geschlossen werden, ist unwesentlich. Ich denke aber nicht, dass es über 25 sein werden. Die Menschen brauchen daher keine Angst haben, dass wir bei ihrer Gesundheit einsparen. Ein vernünftiger Politiker riskiert keinen Qualitätsverlust in der medizinischen Versorgung.

"Krone": Wo liegt dann das große Einsparungspotenzial für die Zukunft?
Pühringer: Oberösterreich hat mit Abstand die höchste Spitalshäufigkeit und hat die meisten neuesten und teuersten Geräte im Einsatz. Entscheidend ist daher aber sicher nicht die Anzahl der Abteilungen und Geräte, sondern dass der medizinische Fortschritt  auch künftig für unser Land finanzierbar bleiben muss.

Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden