So, 19. November 2017

Empörung über ÖBB

04.12.2010 18:05

Unternehmer: „Export wird zunichte gemacht“

Die ÖBB pfeifen offenbar auf heimische Firmen als Kunden. Viele Frachtenbahnhöfe stehen vor der Schließung. In anderen Stationen werden Waren nur noch gegen Sondergebühr verladen. Betroffen ist davon auch ein Unternehmer, der Erdäpfel auf der Schiene transportiert: „Unser Export wird zunichte gemacht!“

Von Hausleiten im Bezirk Korneuburg aus schickte die Firma Bramburi jedes Jahr 3.500 Tonnen heimischer Erdäpfel per Bahn auf die Reise nach Bulgarien sowie Griechenland. Künftig verlangen die ÖBB hier für das Verladen aber eine zusätzliche Gebühr, weil die Verschubteams – wie auch bisher bereits – aus Stockerau kommen. „Plötzlich kostet die Fahrt über sechs Kilometer 600 Euro. Das ist modernes Raubrittertum“, wettert Karl Eder. Für den Bramburi-Chef steht fest: „Die Bahn macht unsere Export-Erfolge kaputt.“ Denn der Transport per Lkw sei keine Alternative. Eder zum NÖ-Wirtschaftspressedienst: „Wir werden Märkte verlieren!“

Im ganzen Land sperrt die ÖBB-Tochter „Rail Cargo“ mit 12. Dezember 26 Frachtenbahnhöfe zu. Ebenso vielen droht – wie der Verladestation Hausleiten – wegen horrender Sondergebühren in naher Zukunft das Aus.

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden