Di, 17. Oktober 2017

In Justizanstalt Graz

03.12.2010 11:29

Häftling aus NÖ nach Gerangel mit Wärtern gelähmt

Ein 61-jähriger Häftling aus Niederösterreich ist in der Justizanstalt Graz-Karlau (Steiermark) nach einem Handgemenge mit Aufsichtsorganen auf der Intensivstation gelandet. Der Mann zog sich eine schwere Rückenverletzung zu und ist nun querschnittgelähmt. Gegen vier Justizwachebeamte sowie den Anstaltsarzt wird ermittelt.

Der heikle Vorfall hatte sich bereits am 17. November im Maßnahmenvollzug ereignet - in diesem Bereich sitzen Häftlinge ein, die für den allgemeinen Strafvollzug nicht geeignet sind. Der Niederösterreicher, der in Korneuburg wegen gefährlicher Drohung verurteilt und in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen worden war, sollte dort von einer Krankenschwester versorgt werden.

Häftling wollte Krankenschwester attackieren
Als die Angestellte ihm eine Spritze geben wollte, schnappte sich der 61-Jährige nach Informationen der "Krone" ein medizinisches Instrument und wollte die Schwester attackieren. Er wurde daraufhin von Justizwachebeamten überwältigt. Als sich jedoch einer auf den Mann kniete, soll es "einen Knacks" gemacht haben - seitdem ist der Häftling gelähmt.

Drei Tage lang verletzt in Zelle gelegen
Bemerkt wurde der Zustand des Verletzten in der Karlau allerdings erst, nachdem er drei Tage in einer Absonderungszelle verbracht hatte. "Wir überprüfen jetzt das Vorgehen des Anstaltsarztes und ob die Beamten die Notwehr überschritten haben", bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hansjörg Bacher. Der Häftling liegt auf der Intensivstation des UKH Graz.

von Eva Molitschnig ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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