Fr, 15. Dezember 2017

Enthüllende Studie

02.12.2010 12:41

So ticken heimische PC-Nutzer: Hilflos und wenig Ahnung

Wie Österreichs PC-Nutzer ticken, enthüllt nun eine große Studie zur "Computerlage der Nation". Bei der Befragung hat sich unter anderem herausgestellt, dass die meisten heimischen Techniknutzer wenig Ahnung vom Rechner haben und Probleme nicht selbstständig lösen können, dafür aber viel Zeit vor dem PC verbringen - rund 41,5 volle 24-Stunden-Tage pro Jahr.

Die Österreicher verbringen damit doppelt so viel Zeit vor dem PC wie vor dem Fernseher, so lautet eines der Ergebnisse der neuen Studie, die das Gallup-Institut im Auftrag des Computerhändlers DiTech im Oktober und November 2010 durchgeführt hat. Tausend Österreicher ab 14 Jahren wurden zu ihren Gewohnheiten im Umgang mit dem Rechner befragt.

Über 80 Prozent der Nutzer können Computerprobleme demnach nicht selbstständig lösen. Bei 29 Prozent der User geht die Hilflosigkeit sogar so weit, dass sie ihren Rechner mit Kosenamen oder Schimpfwörtern zum Einlenken bewegen wollen. "Blechtrottel" wird dabei laut Studie am häufigsten verwendet.

Österreicher haben meist keine Ahnung vom Computer
Bei der Befragung wurden vier Typen von Nutzern ausgemacht. Fast einem Drittel (31 Prozent) der Österreicher ist der Computer ein Rätsel. Die "Computerscheuen" sind vor allem Hausfrauen und Pensionisten aus dem ländlichen Raum. 22 Prozent der heimischen Nutzer sind "Power-User", die ihre Freizeit gern vor dem PC verbringen. Es handelt sich vor allem um Männer zwischen 14 und 30 Jahren. Onlinespiele, Musik und Filme auf dem Rechner zu nutzen sowie die Bewegung in sozialen Netzwerken gehört für sie zum Alltag - obwohl sie über wenig Computerwissen verfügen.

Nur wenige echte "Auskenner"
Die zweitgrößte Gruppe in Österreich stellen die reinen "Benutzer": 25 Prozent der heimischen Nutzer - vor allem Selbstständige und Angestellte mittleren oder höheren Alters - dient der Rechner lediglich als Arbeitsgerät. Nur etwa jeder fünfte Österreicher gehört zu den "IT-Enthusiasten", also den Auskennern unter den Usern, die auch von anderen um Rat gefragt werden. Es handelt sich dabei meist um Männer aus dem Arbeiter- und Studentenmilieu.

Frauen können mit dem Rechner weniger anfangen
Deutliche Unterschiede zeigten sich auch zwischen den Geschlechtern: Im Beruf hat der Computer bei beiden einen identen Stellenwert, doch in der Freizeit verbringen Männer deutlich mehr Zeit vor dem Computer, vor allem am Wochenende. 29 Prozent der Männer geben an, der PC hätte in ihrer Freizeit einen sehr hohen Stellenwert, bei den Frauen sind es nur 15 Prozent.

Diese Diskrepanz schlägt sich auch im Preis nieder, der maximal für einen PC gezahlt würde - bei Frauen liegt er mit 533 Euro für einen neuen Rechner über 100 Euro niedriger als bei Männern. Was die Fähigkeiten im Umgang mit dem Computer anbelangt, sehen sich übrigens nur acht Prozent der Frauen - im Gegensatz zu 28 Prozent der Männer - als sehr erfahren an. 31 Prozent der Frauen geben zu, nur einfache Anwendungen zu nutzen und sich nicht gut mit PCs auszukennen, bei den Männern sind es nur 16 Prozent.

krone.at möchte wissen, wie es um deine PC-Kenntnisse bestellt ist: Stimme beim Voting in der Infobox ab, ob du ein echter PC-Profi oder absolut unerfahren in Sachen Computer bist!

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden