Mo, 20. November 2017

Arbeiter verletzt

01.12.2010 10:19

Betrunkener Pkw-Lenker fährt mit Auto in Baustelle

Ein betrunkener Autofahrer, eine gesperrte Fahrspur und eine Baustelle – diese Ingredienzien haben in Salzburg-Schallmoos am Dienstagabend zu einem Unfall mit einem Verletzten geführt. Ein 47-jähriger Lenker raste mit seinem Pkw in eine mit Absperrungen gesicherte Baustelle (Bild) und rammte dabei ein Verkehrszeichen, das einem Arbeiter an den Kopf geschleudert wurde. Ein Alkotest der Polizei bestätigte schließlich: Der Lenker hatte noch eine Stunde nach dem Unfall über 1,5 Promille Alkohol im Blut.

Für die Dauer der Bauarbeiten auf der Vogelweiderstraße - eine Fernwärmeleitung wird quer zur Straße verlegt - wurde in beiden Richtungen ein Fahrstreifen gesperrt. "In jede Richtung war noch eine Spur frei", erzählt Polier Daniel Prechtl (im Bild). Er hatte zum Zeitpunkt des Vorfalls gemeinsam mit drei Kollegen auf der Baustelle Nachtschicht. "Kurz vor 21 Uhr kam plötzlich ein Autofahrer im Höllentempo näher", so Prechtl. Der 47-Jährige dürfte die Absperrung der Baustelle aber übersehen haben, als er mit seinem Wagen stadteinwärts unterwegs war.

30-Jähriger muss ins Spital gebracht werden
"Wir brauchten einige Sekunden, bis wir begriffen, was los war. Er fuhr direkt auf die Baustelle zu. Wir konnten gerade noch aus der Grube klettern", schildert Prechtl. Genau in diesem Augenblick rammte der Pkw das Verkehrszeichen. Der von dem Schild getroffene 30-Jährige musste schließlich mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Lenker will nach Unfall einfach weiterfahren
Der Polier riss nach dem Unfall die Lenkertür auf und forderte den Autofahrer auf, den Motor abzustellen und auszusteigen. Doch dieser entgegnete, es sei doch nichts passiert, trat aufs Gaspedal und wollte losfahren. Allerdings gerieten dabei die Vorderreifen seines Pkw in den Graben, sodass das Fahrzeug hängen blieb. Prechtl: "Der Mann wollte noch zu Fuß davonlaufen. Davon konnten wir ihn aber abhalten." Die Polizei nahm dem Salzburger schließlich den Führerschein ab.

von Manuela Kapper (Kronen Zeitung) und salzburg.krone.at

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