Mi, 18. Oktober 2017

Linz droht EU-Strafe

26.11.2010 17:52

Stau verursacht Abgasprobleme beim Römerberg

Mit seinen Stau-Problemen – denen Stadt- und Landtagsmehrheit mit dem Westring beizukommen hoffen – steht Linz schon mit einem Fuß in einem EU-"Vertragsverletzungsverfahren": Die Überschreitungen der Abgas-Grenzwerte beim Römerberg sollten nächstes Jahr behoben sein, eine "Fristverlängerung" ist nur noch bis 2015 möglich. Danach würden Strafzahlungen drohen.

Aktuell am größten ist das Feinstaub-Problem: Mit 35 Überschreitungstagen seit Jahresbeginn liegt die Messstelle Römerbergtunnel zurzeit noch genau am EU-weiten Limit, bei kaltem Wetter steigt die Belastung aber: "Heuer kommen sicher noch einige Tage dazu", erwartet Landesrat Rudi Anschober. Bei Stickoxiden liegt nicht nur der Römerberg, sondern auch Enns-Kristein über den zulässigen Grenzwerten.

Auf Öffis umsteigen
Probleme mit Industrieabgasen gibt es nach den Sanierungen nicht mehr: "Die Betriebe haben ihre Hausaufgaben gemacht, jetzt ist der Hauptverursacher der Verkehr", resümiert Anschober, der sich aber keine Entlastung durch bessere Straßen verspricht, sondern nur durch Umsteigen auf Öffis.

Eine derzeit eher trostlose Perspektive: "Die Bahnstrecke Linz-Graz und die Mühlkreisbahn werden ausgehungert", klagt Anschober und listet die von einem erbosten Eisenbahner "verratenen" Langsamfahrstrecken auf beiden Linien auf. Extremer sind 4,8 Kilometer Uralt-Gleis bei Spital am Pyhrn und 1,75 Kilometer bei Kleinzell, wo der Zug mit 20 km/h dahin schleicht.

Kronen Zeitung

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