Mo, 20. November 2017

Schwere Vorwürfe

26.11.2010 17:43

Schwerverkehr: „Landeszahlen sind fern jeder Realität“

Schwere Vorwürfe erhebt der Verein "Lebensraum Salzkammergut" gegen die Bezirkshauptmannschaft Gmunden und gegen das Land: Die im Juni präsentierte Schwerverkehrserhebung für das Salzkammergut soll nicht stimmen. Die BH Gmunden beruft sich auf eine repräsentative Erhebungsmethode.

"Die Landeszahlen sind fern jeder Realität. Die Ersteller sind nicht mehr vertrauenswürdig", schimpft Silvester Leitner, Obmann des Vereins "Lebensraum Salzkammergut". Sein Angriff bezieht sich auf eine von SPÖ-Landesrat Hermann Kepplinger präsentierte Schwerverkehrserhebung.

Diesen Daten zufolge hat der Schwerverkehr im Salzkammergut seit dem Jahr 2000 um vier Prozent zugenommen. Leitner hingegen präsentiert Auswertungen der Bundesländer Steiermark und Salzburg, laut denen im steirischen Seengebiet der Lkw-Verkehr seit 2000 um 68 Prozent, im Salzburger Teil seit 2005 um 89 Prozent gestiegen sei.

"Daten sind Fakten"
Der Gmundner Bezirkshauptmann Alois Lanz wehrt sich gegen die Vorwürfe: "Wir haben bei der Erhebung verschiedenste Methoden angewandt: Elektronische Zählstellen, Stichproben mit Befragungen und die Datenbank der Asfinag. Diese Daten sind Fakten."

"Lebensraum Salzkammergut“ kämpft – wie berichtet – seit zwei Jahren für ein Fahrverbot für Lkw mit mehr als 3,5 Tonnen. "Wir kämpfen, bis wir unser Ziel erreicht haben. Der Verkehr macht unser Naturparadies kaputt", wettert Leitner.

Kronen Zeitung

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