So, 17. Dezember 2017

Drogen in Salzburg

25.11.2010 09:33

Einstieg erfolgt bereits im Pflichtschulalter

Das Innenministerium hat erschütternde Fakten über Drogen in Salzburg vorgelegt. Im neuesten Suchtgift-Bericht ist Salzburg ein eigener Abschnitt gewidmet – der vor allem Eltern entsetzen wird. Denn jeder achte Drogenkonsument ist noch ein Schüler oder Lehrling. Und der Einstieg erfolgt immer früher.

Cannabis-Produkte sind in Wien um 3 bis 8 Euro pro Gramm zu haben (die Preise in Salzburg sind etwas höher), und Ecstasy-Tabletten kosten pro Stück 10 bis 15 Euro. "Teilweise sind diese Tabletten sogar unter 10 Euro per Stück erhältlich", wissen die Kriminalisten. Von skrupellosen Dealern wird das Rauschgift rund um Schulen verkauft. Die Folge: "Der Einstieg für Cannabis- und XTC-Konsum beginnt bereits mit Ende des Pflichtschulalters", heißt es im Bericht über Salzburg.

Viele Drogenkarrieren starten somit schon im Alter von 14 oder 15 Jahren. Unter den angezeigten Drogen-Fällen war jeder achte (exakt 13,1 Prozent) ein Schüler oder Lehrling, ist dem Bericht zu entnehmen. Und die Ermittler sind überzeugt, dass bei vor allem bei Cannabis "die Anzahl der Konsumenten um ein Vielfaches höher ist".

Heroin über die "Rollende Landstraße"
Harte Drogen wie Heroin spielen eine immer größere Rolle auch in Salzburg. Die Polizei weiß, dass es eine "offene Szene" im Bereich des Hauptbahnhofes und an einigen "öffentlichen Orten" in der Stadt gibt, wo diese Droge verkauft wird. Im Heroinhandel sind in Salzburg Albaner und Leute aus Ex- Jugoslawien führend. Dazu bringen türkische Banden Heroin über die "Rollende Landstraße“ zu uns. Die Drogen sind in Lkws versteckt. Im Raum Salzburg haben sich nach Erkenntnissen der Polizei Dealer niedergelassen, die sich „mit dem Handel (und dessen Organisation) großer Mengen Heroin befassen", heißt es weiter.

Bestellungen per Internet nehmen zu
Außerdem wurden einige Salzburger in Südamerika und Westeuropa gefasst, die sich im Vorjahr für internationale Schmuggel-Organisationen als Kokain-Kuriere anwerben ließen. Cannabis-Produkte werden häufig von Inländern angebaut. Auch Bestellungen per Internet nehmen zu.

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden