So, 17. Dezember 2017

Bursche im Koma

24.11.2010 16:39

17-jähriger Räuber rast mit Moped gegen Hausmauer

Ein 17-jähriger Verdächtiger ist mit seinem Moped nur wenige Stunden nach einem Tankstellenraub am Freitag gegen eine Hausmauer gerast. Der Schüler liegt im Koma, in seinem Kinderzimmer wurden ein Abschiedsbrief, die Beute und ein Messer sichergestellt.

Es war einer der vielen "normalen" Überfälle in diesem Jahr und einer von zwei innerhalb einer Nacht (siehe Infobox). Mit einem Messer bewaffnet, stürmte am Freitag gegen 23.15 Uhr ein vorerst unbekannter Täter in eine Tankstelle im Bezirk Wiener Neustadt. Der Räuber bedrohte den Kassier und flüchtete mit rund 600 Euro Bargeld. 

Zu Hause alles vom Überfall versteckt
In der selben Nacht, nur Stunden später, ereignete sich dann unweit des Tatortes ein schwerer Unfall. Ein Jugendlicher war mit seinem Moped ungebremst in eine Hausmauer gerast. Als die Ermittler die Eltern benachrichtigten und im Kinderzimmer Nachschau gehalten wurde, war bald klar, dass die beiden Fälle zusammen hängen. Denn der im Spital auf der Intensivstation im künstlichen Tiefschlaf liegende 17-Jährige hatte zu Hause alles vom Überfall versteckt.

Ein zuständiger Kriminalist aus Sollenau zur "Krone": "Wir konnten die Adidas-Jacke vom Raub, ein Jagdklappmesser, das Geld und einen Brief finden." Mit dem sinngemäßen Inhalt, der Schüler wolle nicht mehr leben. Die Vermutung, dass Verzweiflungstat und Überfall zusammenhängen, liegt für die Polizei auf der Hand. Endgültige Gewissheit gibt es jedoch nicht – denn der Jugendliche liegt im Koma.

von Christoph Budin, Kronen Zeitung
Symbolbild

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