Mi, 18. Oktober 2017

Markt ändert sich

24.11.2010 12:47

Nicht-Heimwerker als neue Zielgruppe von Baumarktkette

Die niederösterreichische Baumarktkette bauMax hat eine neue Zielgruppe im Visier: Menschen, die mit Hammer, Bohrmaschine oder Fliesenschneider nicht umgehen können. Mittlerweile werden zehn Prozent des Umsatzes mit Nicht-Heimwerkern erzielt, erklärte Martin Essl, Vorstandsvorsitzender der bauMax AG, am Mittwoch. Er kündigte an, dass am 8. Dezember die Filialen der Baumarktkette geschlossen bleiben. "Wir wollen, dass unsere Mitarbeiter einen freien Tag haben", begründete Essl.

bauMax hat im Vorjahr mit "HausProfis" ein Service eingeführt, das Kunden Handwerksbetriebe vermittelt. Österreichweit kooperiert bauMax mit 350 Handwerksunternehmen. Außerdem wurden 80 mobile Projektberater etabliert, die auf die Baustellen fahren, um das Service für Nicht-Heimwerker auszubauen.  In fünf Jahren sollen Kunden, die mit do-it-yourself nichts am Hut haben, ein Viertel des Umsatzes ausmachen, nannte Essl als Ziel.

Nur 60 Prozent legen in Haus und Garten selber Hand an
Der Hintergrund: "Die Heimwerker von heute werden immer älter und würden ohne entsprechende Serviceleistungen als Kunden wegfallen", erklärte der bauMax-Chef. Waren nach dem Zweiten Weltkrieg noch fast alle Österreicher Heimwerker, liege der Anteil der Bevölkerung, die in Haus und Garten selbst Hand anlege, mittlerweile nur mehr bei 60 Prozent - Tendenz sinkend. "Die Computergeneration greift gar nicht mehr zum Hammer", sagte Essl. Deshalb habe man im Vorjahr beschlossen, nicht im Angebot von Produkten rund um das Bauen und Heimwerken zu verharren, sondern sich auch verstärkt der Montage und der Beratung anzunehmen. Der Trend geht zu Komplettbetreuungen von Bau- und Heimwerkerprojekten.

Sehr zufrieden ist Essl mit dem Start der Baumarktkette in der Türkei. In diesem Jahr wurden die ersten zwei Märkte eröffnet, in den kommenden Jahren sollen 30 Standorte aufgebaut und ein Umsatz von 600 Millionen Euro erzielt werden, sagte der bauMax-Chef. Für 2010 peilt das Familienunternehmen, das mit 149 Filialen in neun Ländern vertreten ist, einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro an. Im ersten Halbjahr erzielte bauMax in Österreich ein Umsatzwachstum von 2,2 Prozent auf 315 Millionen Euro, bis zum Jahresende sind 625 Millionen Euro (2009: 619 Millionen Euro) geplant.

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