Mo, 23. Oktober 2017

Tatort Kaserne

23.11.2010 17:25

Sex-Übergriffe in der Küche – nun ermittelt die Justiz

Den täglichen Albtraum soll eine 21-Jährige in der Bundesheer-Kaserne Zwölfaxing (Bezirk Wien-Umgebung) erlebt haben. Wochenlang sei die junge Frau sexuellen Übergriffen in der Küche ausgesetzt gewesen. Als sie den Mut aufbrachte, die Vorfälle zu melden, gab es Einschüchterungsversuche. Jetzt ist der Beschuldigte versetzt worden.

Täglich raste der Puls der jungen Frau, wusste sie doch nicht, was diesmal wieder passiert. "Ich wurde immer wieder an intimen Stellen angefasst", schilderte Carmen geschockt. Sie soll nicht das einzige Opfer gewesen sein, auch andere Lehrmädchen seien von dem Vertragsbediensteten belästigt worden.

Als die 21-Jährige alles den Vorgesetzten meldete, soll sie eingeschüchtert worden sein. Das sei doch alles wirklich nicht so schlimm, hieß es. Was die Frau für die Zukunft hofft: "Ich möchte nie wieder mit demjenigen zusammenarbeiten."

Untersuchungskommission eingesetzt
Zumindest dieser Punkt dürfte sich dauerhaft erfüllen. Hauptmann Robert Rauter vom Verteidigungsministerium: "Eine Untersuchungskommission ist eingesetzt. Der Ausbildner wurde nun an einen anderen Standort versetzt, Betroffene und der Beschuldigte verrichten nicht mehr gemeinsam Dienst." Auch die Justiz ermittelt.

von Gernot Buchegger, Kronen Zeitung

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