Mo, 20. November 2017

In Ketten gelegt

23.11.2010 16:12

Bill und Tom Kaulitz als Sklaven der Unterhaltung

In Ketten gelegt, blutverschmiert, wehrlos. Die Tokio-Hotel-Zwillinge Bill und Tom Kaulitz, die im September in die USA gezogen sind, haben sich am Dienstag mit einem spektakulären Foto zurückgemeldet.

An einen Pfosten gekettet posieren die beiden 21-jährigen Musiker auf einem neuen Plakat der Tierrechtsorganisation PeTA neben der Botschaft: "Sklaven der Unterhaltungsbranche: Wildtiere raus aus dem Zirkus!"

Neben Europa ist das Plakat auch in den USA und Asien zu sehen, wo es noch kein Wildtierverbot gibt, obwohl internationale Experten sich darin einig sind, dass ein reisendes Unternehmen nicht in der Lage ist, für eine artgerechte Tierhaltung zu sorgen. Österreich ist in diesem Zusammenhang übrigens vorbildlich. Bei uns dürfen längst keine Wildtiere mehr in Zirkussen gehalten werden.

Die Kampagne der Kaulitz-Brüder, die von weiteren Prominenten wie Topmodel-Star Lena Gercke, Comedian Dirk Bach oder Schauspielerin Sibel Kekilli unterstützt wird, wendet sich besonders an die deutsche Regierung. "Man muss sich nur mal vorstellen, dass Tiere ihr Leben lang so gehalten werden!", entrüstet sich Bill über den Umgang mit Zirkustieren. Der 21-Jährige fordert deshalb: "Zirkus mit Tierdarbietungen muss verboten werden, es gibt genügend spannende Alternativen!"

Konkret wollen die Musiker auch Eltern, die noch oft mit ihren Kindern in den Zirkus gehen, mit diesem Motiv ansprechen. "Gerade Eltern müssen hier ein Bewusstsein entwickeln", meint Tom, der wie sein Bruder Vegetarier ist.

Im Vorjahr hatte Natascha Kampusch die Organisation "People for the Ethical Treatment of Animals" bei ihrem Kampf für die Freiheit von Zirkustieren unterstützt. In einem Brief an die deutsche Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner sprach sich das Entführungsopfer, das mehr als acht Jahre von Wolfgang Priklopil in einem Keller gefangen gehalten wurde, für die Befreiung von Wildtieren aus.

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