Do, 19. Oktober 2017

Schock in Salzburg

23.11.2010 13:36

Bullen-Verteidiger Schwegler schwer verletzt

Hiobsbotschaft für Meister Red Bull Salzburg, dessen Lazarett immer größer wird: Christian Schwegler, Rechtsverteidiger aus der Schweiz und berüchtigt für seine weiten Einwürfe, zog sich einen Sehnenriss im linken Oberschenkel zu. Schwegler hat in der laufenden Saison bis auf ein Spiel sämtliche Liga-Matches bestritten, muss nun aber mehrere Monate Zwangspause einlegen.

Wie auf der Homepage von Red Bull Salzburg zu lesen ist, ereignete sich der unglückliche Zwischenfall am Montagnachmittag bei einem kurzen Sprint. Schwegler wird demnach am Mittwoch operiert. Für die Mateschitz-Truppe ist dieser Ausfall doppelt bitter, weil sich zu Beginn der Saison auch Andreas Ulmer schwer verletzte und somit beide Außenverteidiger fehlen. Zusätzlich ist Dusan Svento angeschlagen und David Mendes noch fraglich.

Stevens stellt sich vor sein Team
Salzburgs Coach Huub Stevens hat nach der jüngsten Kritik an seinem Team beim 1:0-Arbeitssieg über Mattersburg seine Spieler wieder einmal verteidigt. "Ich hoffe, dass die Mannschaft endlich das spielt, was in ihr steckt. Natürlich ist es sehr enttäuschend, dass das bisher nicht der Fall war, insofern weil die Spieler alles versuchen. Deshalb stelle ich mich zu 100 Prozent in der Öffentlichkeit vor die Mannschaft, weil die Einstellung stimmt", betonte der 56-jährige Niederländer.

Sorgen bereitet dem Meister derzeit vor allem der Spielaufbau. Die Viererkette mit Schwegler, Sekagya, Afolabi und Hinteregger bringt nach vorne sehr wenig, und auch die Sechser-Position ist mit ÖFB-Innenverteidiger Schiemer derzeit nicht optimal besetzt. "Ich habe mit Sicherheit Überlegungen, nur ich brauche auf dieser Position auch einen, der defensiv arbeitet - und das ist Mendes, Pokrivac kann dort nicht spielen", erklärte Stevens.

Jantscher gegen Ex-Klub nicht dabei
Stevens auch auf die Stärke des Deutschen Simon Cziommer. "Mit ihm und auch mit Pokrivac haben wir spielerisch mehr Momente. Es muss einfach mehr Ruhe in unser Spiel kommen", weiß der Trainer-Routinier, woran es derzeit hapert. Dass er gegen die Grazer ausgerechnet Ex-Sturm-Spieler Jakob Jantscher vorgeben muss, schmerzt ihn natürlich besonders. "Er fehlt uns sehr, weil er auch mit einer Einzelaktion ein Spiel entscheiden kann", sagte Stevens, der überlegt Louis Ngwat-Mahop nach seiner langen Verletzungspause wieder in den Kader für das Mittwochspiel zu nehmen.

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