Sa, 18. November 2017

Großer Umbau

21.11.2010 13:36

Festungsbahn wird um vier Millionen Euro modernisiert

Die Salzburger Festungsbahn wird um vier Millionen Euro auf den neuesten Stand der Technik gebracht, wie die Salzburg AG am Sonntag mitgeteilt hat. Die Modernisierung der ältesten, in Betrieb befindlichen Standseilbahn Österreichs wird in einer verlängerten Betriebspause von 10. Jänner bis 31. März durchgeführt, zwei neue Garnituren werden gekauft. Ab April 2011 wird die Bahn dann nur mehr 48 Sekunden auf die Festung Hohensalzburg benötigen und pro Stunde 1.850 statt bisher 1.600 Personen befördern können.

Mit den modernen Garnituren und der Erneuerung der elektrotechnischen Ausrüstung sei die Festungsbahn für ihr 120-Jahr-Jubiläum im Jahr 2012 bestens gerüstet. Der letzte, große Umbau liegt 20 Jahre zurück.

Fahrgastbereich mit Panormafenstern
Die Festungsbahn werde um bis zu zehn Sekunden schneller die 99 Höhenmeter überwinden und mehr Komfort bieten, hieß es. In den Garnituren ist mehr Platz, die An- und Einfahrten gehen sanfter vor sich und auch die Klimatisierung wird verbessert. Der talseitige Führerstand wird in einen Fahrgastbereich mit großen Panoramafenstern umgewandelt. Der bergseitige Führerstand bleibt bestehen, dort hält sich der Zugführer während der Berg- und Talfahrt auf. Damit er die Schienenstrecke während des Abwärtsfahrens besser überblicken kann, "wird die Talfahrt mit einer Videokamera überwacht", erklärte eine Sprecherin der Salzburg AG.

Touristisches Ziel Nummer 1
Die Bahn zählt mit jährlich rund 1,7 Millionen Fahrtgästen zu den wichtigsten touristischen Bahnen Österreichs. Sie führt seit 1892 zur Burg Hohensalzburg hinauf und "ist das touristische Ziel Nr. 1 in Salzburg", so die Salzburg AG. Die Modernisierung wurde der Siemens-Division Industry Solutions als Generalunternehmer übertragen. Die Firma Carvatech ist für den Kabinenbau verantwortlich und die Doppelmayr Cable Car GmbH für das Fahrwerk und die mechanischen Komponenten.

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