Fr, 15. Dezember 2017

Anrainer empört

18.11.2010 08:26

Wald soll für 43 Wohneinheiten geopfert werden

Das letzte Fleckchen Wald an der viel befahrenen Münchner Bundesstraße (Bild) könnte schon bald einem Bauvorhaben zum Opfer fallen: Bis zu sieben Stockwerke sollen die Bauten für 43 Wohn-Einheiten hier werden, die Stadt hat das Projekt prinzipiell abgesegnet. Fallen die Bäume, verliert eine ganze Siedlung an der Lifarogasse ihren Lärmschutz.

Die Empörung der Anrainer ist groß. Gegenüber der Einmündung der Bessarabierstraße in die Münchner Bundesstraße widmete die Stadt kürzlich ein "Erholungsgebiet" in ein Wohngebiet um: Der dichte Baumbestand, so die ersten Pläne, soll für drei Wohnhäuser geopfert werden. Mit drei, vier und sieben Stöcken.

"Standortfremde Bäume" gehören laut Magistrat weg
Im Magistrat sieht man kein Problem: Fichten seien "standortfremde Bäume", so das Argument. Also: Weg damit! Anrainer der dahinter liegenden Ehrgottstraße und der Lifarogasse empört diese Aussage der grünen Planungs-Abteilung. "Dass die bestehende Fichtenreihe die Lärmimmission erheblich reduziert, ist lediglich ein subjektiver Eindruck", schreibt der grüne Stadtrat Padutsch an eine Siedlerin: "Die Abschirmung durch ein Bauwerk ist jedenfalls erheblich wirkungsvoller."

Auch die "Akzentuierung" des Lieferinger Dorfes durch einen Sieben-Stock-Bau (Planer-Aussage) finden sie unpassend: "Völlig überzogen!" Mittlerweile rudert die Stadt zurück, Johann Padutsch: "Der Wald an der Straße bleibt vorerst. Aber am Glanbach müssen Bäume für die Zufahrt weg."

von Wolfgang Weber, Kronen Zeitung

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