Di, 17. Oktober 2017

Neuer Militärpfarrer

15.11.2010 19:26

Harte Ausbildung am Weg zum Glauben

Salzburg hat einen neuen Militärpfarrer – mit bemerkenswertem Lebenslauf: Seit 1. September führt der 45-jährige Priester Richard Weyringer die Seelsorgestelle Walserfeld mit der Militärkirche in der Schwarzenbergkaserne. Der Flachgauer ist ausgebildeter Jagdkommandosoldat und es dauerte, bis er den Weg zum Glauben fand.

Der Kirchturm nach der Einfahrt in die Schwarzenbergkaserne ist nicht zu übersehen, daneben stehen Gedenksteine. "Sicher", so Militärpfarrer Weyringer, "unsere Kirche schaut nicht wie eine barocke aus, aber sie wurde in einer anderen Zeit gebaut. Das schöne ist, dass wir uns über viele Menschen in den Gottesdiensten freuen können, das wichtigste ist die Eucharistie."

Bruder brachte ihn auf christlichen Weg
Weyringer legte eine bemerkenswerte Karriere hin: 1987 rückte der gelernte Tischler beim Jagdkommando ein. Drei Jahre blieb er, eröffnete später in Neumarkt ein Pub. Dann der Wendepunkt: Bruder und Diakon Andreas Weyringer brachte ihn auf den christlichen Weg. Weyringer: "Unser Gebetskreis in Neumarkt hat mich dazu bestärkt." 1999 schließlich begann er die Diakonatsausbildung, wechselte 2003 in den Dienst der Kirche, studierte dann in Heiligenkreuz und nach seiner Priesterweihe war er als Kooperator in Kirchberg tätig. Seine militärische Karriere setzte er als Pfarrer bei der Miliz fort, jetzt als Militärpfarrer und Seelsorger in der Walserfeldsiedlung.

Jagdkommandoausbildung als Bonus bei Rekruten
"Ich möchte Ansprechpartner für jeden sein", sagt Weyringer. "Wie in jeder Pfarre gibt es auch hier Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. Durch meine Jagdkommandoausbildung habe ich bei den Rekruten so etwas wie einen Bonus. Den hoffe ich nützen zu können um Seelsorger zu sein. Ich möchte offen sein für Probleme und Sorgen und ihnen besonders Christus und den Glauben näher bringen."

von Max Grill, Kronen Zeitung

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