Sa, 16. Dezember 2017

Kosten: 5,8 Mio. Euro

15.11.2010 12:51

Nächste Etappe der Stift-Renovierung in Klosterneuburg

5,8 Millionen Euro fließen in die nächste Etappe der Generalrenovierung des Stiftes Klosterneuburg - in Angriff genommen werden Fassaden, Dach- und Kuppelflächen des barocken Prachtbaues. 2014 feiert das Stift, das das Grab des niederösterreichischen Landespatrons, des Heiligen Leopold, beherbergt, sein 900-jähriges Bestehen. Ab Mai 2011 wird der Erzherzogshut nicht mehr nur auf der Kuppel, sondern im Original in der neuen Schatzkammer zu sehen sein.

Neben der Verwaltung und Präsentation des kulturellen Erbes sind die Augustiner-Chorherren aber auch sozial und natürlich religiös engagiert - und das in Übersee: Abtprimas Bernhard Backovksy berichtete am Montag bei einer Pressekonferenz anlässlich des (heutigen) Landesfeiertags, dass das Stift auf Einladung von Bischof William Murphy eine Niederlassung in der Diözese Rockville Centre, Long Island im Staat New York (USA), gründet. Die Pfarren St. Patrick und St. Rocco werden ab Sommer 2011 von drei Klosterneuburger Chorherren betreut. Im Sozialbereich wird unter anderem seit Jahren die Aktion Concordia von Pater Georg Sporschill unterstützt.

Zur Generalrestaurierung führte Wirtschaftsdirektor Andreas Gahleitner aus, dass das Land ein Viertel der Investitionen trage. Der Bund finanziere nur mehr zehn Prozent - bisher waren es 16 Prozent. Diese Finanzierungslücke würden nun das Land und das Stift selbst zu je 50 Prozent schließen. In diesem Zusammenhang kritisierte Landeshauptmann Erwin Pröll, dass der Bund das Stift immer mehr im Stich lasse. Es spotte jeder Beschreibung, was der Bund in Sachen Denkmalpflege an den Tag lege. Würde der Föderalismus abgeschafft, würden sich viele Dinge in den Bundesländern nicht in der aktuellen Qualität zeigen.

Seit 1974 seien 23 Millionen Euro in die Bewahrung des "Landesheiligtums" Stift Klosterneuburg investiert worden, davon sechs Millionen vom Land, zollte Pröll der Eigenleistung des Stiftes Respekt. Für die Denkmalpflege in Niederösterreich seien im Landesbudget fünf Millionen Euro jährlich reserviert, verwies der Landeshauptmann auch auf die wirtschaftlichen Effekte des wachsenden Kulturtourismus. Das Stift Klosterneuburg wird im Jahr von rund 100.000 Menschen besucht.

Die neue Schatzkammer befindet sich auf der Ebene des Besuchereinganges Sala terrena. Die Räumlichkeiten werden modernen Sicherheitskriterien entsprechen, gleichzeitig aber bleibt das Ambiente der alten geschnitzten Sakristeischränke erhalten. Die Klosterneuburger Chorherren beherbergen u.a. mit dem Markgrafen-Ornat Kunstschätze von europäischem Rang.

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