Di, 17. Oktober 2017

Bankomatdiebstähle

13.11.2010 15:35

Erneut zwei Coups im Weinviertel – in nur einer Nacht!

Die Serie an Bankomat-Diebstählen hat sich Freitagnacht mit zwei Coups im Weinviertel innerhalb von wenigen Stunden fortgesetzt. In offenbar vertrauter Umgebung einer Bankfiliale in Neudorf bei Staatz (Bezirk Mistelbach), die schon Ende September vermutlich von der gleichen Bande heimgesucht wurde, konnten die Täter mit dem neu aufgestellten Geldautomaten flüchten, so Klaus Preining vom Landeskriminalamt im Gespräch mit noe.krone.at. In Wildendürnbach hatten die Diebe weniger Glück: Sie wurden von Augenzeugen gestört und mussten ohne ihre Beute das Weite suchen (Bild).

Ob beide Taten von derselben Bande verübt wurden, sei Spekulation, meinte Preining. Die Möglichkeit hält der Ermittler jedoch für sehr wahrscheinlich, "da die Tathandlungen sehr ähnlich durchgeführt wurden".

Blitz- Coup dauerte nur drei Minuten

Gerade einmal drei Minuten brauchte die vierköpfige vermummte Bande, um den Geldautomaten in Neudorf bei Staatz (Bezirk Mistelbach) zu stehlen, teilte Preinig mit. Um exakt 0.43 Uhr wurde damit begonnen, die Eingangstür zum Foyer des Geldinstituts zu knacken, das Gerät mit Brecheisen aus der Verankerung zu hebeln, in ein Fluchtfahrzeug, einen schwarzen Audi A6, zu verladen, um 0.46 Uhr suchten sie schließlich das Weite. Der Fluchtweg habe in Richtung der österreichisch-tschechischen Grenzstadt Laa an der Thaya geführt.

Nach dem ersten Bankomat- Diebstahl am 29. September in Neudorf habe das Geldinstitut eigentlich die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Die Kabel, die beim Durchschneiden Alarm auslösen, seien jedoch erst am Schluss des Coups gekappt worden - so hatte die Polizei viel zu wenig Zeit, den Tatort rechtzeitig zu erreichen.

Chronologie der Bankomat- Diebstähle siehe Infobox!

Bande durch Augenzeugen gestört

Während die Kriminalisten nach dem neuerlichen Coup in Neudorf noch an der Arbeit waren, suchte dieselbe Tätergruppe bereits die nur wenige Fahrminuten entfernte Erste-Bank in Wildendürnbach-Neuruppersdorf, ebenfalls im Bezirk Mistelbach, heim. Das Quartett drang um 3.16 Uhr in das Foyer ein, hebelte mit Brecheisen den Geldausgabeautomaten aus der Bodenverankerung und zog ihn mit Transportgurten ins Freie. Auch dieses Gerät sollte in einen schwarzen Audi A6 verladen werden. Weil die Täter jedoch von Zeugen gestört wurden, suchten sie mit einem silbergrauen Pkw, ebenfalls ein Audi A6, um 3.24 Uhr das Weite. Der Fluchtweg führte Richtung Novy Prerov (Neuprerau) und damit ebenfalls nach Tschechien.

Fluchtwagen und Tatwerkzeug zuvor gestohlen
Der wie der Bankomat zurückgelassene schwarze Audi war am 27. Oktober in Italien gestohlen worden. Die auf das Fahrzeug montierten Hollabrunner Kennzeichen wurden erst am Freitag auf dem Parkplatz der Therme Laa in der niederösterreichischen Grenzstadt entwendet. Der letztlich zur Flucht verwendete silbergraue Audi wurde ebenfalls am Freitag bei einem Autohändler in Gnas (Bezirk Feldbach) gestohlen. Von einem Diebstahl in der steirischen Gemeinde am selben Tag stammten überdies die Kennzeichentafeln (RA 555 AC). Nicht zuletzt wurden das Einbruchswerkzeug und die Transportgurte in der Nacht auf Samstag in einem Betrieb in Unterstinkenbrunn (Bezirk Mistelbach) erbeutet.

Die Vorgänge in den beiden Geldinstituten im nördlichen Weinviertel sind von Überwachungskameras der Banken teilweise aufgezeichnet worden. Die Täter trugen u.a. dunkle Jacken, Jeans, Turnschuhe und Handschuhe. Getarnt war das Quartett mit schwarzen Sturmhauben bzw. weißen Gesichtstüchern.

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