So, 19. November 2017

Teure Hotline

12.11.2010 17:06

Post-Kundin musste sogar für simple Beschwerde zahlen

Die Post bringt allen was, so der Leitspruch – wenn es aber nicht wie gewünscht läuft, wird’s kompliziert. Beschwerden sind nur bei einer gebührenpflichtigen Hotline möglich, musste eine 55-Jährige aus Obergänserndorf (Bezirk Korneuburg) erfahren. Und der Mitarbeiter am Schalter kennt die Zusteller womöglich gar nicht…

Die Briefzustellung klappt nicht, Elfriede Schmid erhält stets Pakete von fremden Personen – also wollte sie Beschwerde einreichen und mit den Verantwortlichen sprechen. Das geht aber nicht beim zuständigen Postamt, sondern nur über eine 0810er–Nummer – und die ist gebührenpflichtig.

Briefauslieferung auf den Kopf gestellt
Die Mitarbeiter in der Telefonzentrale dort leiten dann die Anliegen weiter. "Und natürlich werden die Betroffenen zurückgerufen, wenn wir wissen, was los ist", versichert jedenfalls ein Post-Sprecher. Bis es aber so weit ist, kann es dauern. Hinzu kommt, dass die neuen Manager die ganze Briefauslieferung auf den Kopf gestellt haben. Im Detail: Sogenannte Zustellzentren, die meist außerhalb der Ortschaften liegen, wurden errichtet. Von dort aus werden die Pakete und Sendungen an die Kunden verteilt.

Das Postamt vor Ort – so es ein solches noch gibt – hat damit überhaupt nichts mehr zu tun. Infolgedessen weiß dort auch niemand mehr Bescheid, wer wann welche Briefe ausgeliefert hat. Obwohl diese Kollegen meist in unmittelbarer Umgebung ihren Dienst verrichten.

von Gernot Buchegger, Kronen Zeitung

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