Do, 23. November 2017

Lange versprochen

10.11.2010 23:45

Pragmatisierungs-Stopp im Magistrat weiter verschoben

Schon seit Jahren verspricht die Stadt Salzburg hoch und heilig, dass es im Magistrat keine Pragmatisierungen mehr gibt – zuletzt beim Sparpaket 2010. Aber diese Versprechungen halten nicht: Die Personalkommission soll am Donnerstag wieder 25 Stadt-Bedienstete zu Beamten machen – darunter den Finanz-Chef und SP-Sekretäre.

25 Namen stehen auf der Liste, die auf der Tagesordnung in der Personalkommission des Magistrates steht. Für zehn Frauen und 15 Männer geht es um die "Begründung von öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnissen", wie es Amtsdeutsch geschwollen heißt. Klar ausgedrückt: Diese 25 Vertragsbediensteten sollen ab dem 1. Jänner 2011 Beamte werden – samt allen Rechten wie de-facto-Unkündbarkeit oder bessere Pension.

Grüne: "So einen Fall gab es bisher noch nie"
Einige dieser Bald-Beamten sind recht prominent: Axel Maurer als Leiter der Finanzabteilung kam 2008 aus Linz zum Magistrat. Für den 33-Jährigen gibt es eine Sonderregelung: Denn "bis zum Zeitpunkt der erfolgreich abgelegten Dienstprüfung" wird der 33-Jährige lediglich provisorisch pragmatisiert – ihm fehlt die nötige Prüfung nämlich noch. "So einen Fall gab es bisher noch nie", wundert sich die grüne Gemeinderätin Ulrike Saghi. "Außerdem müsste ihm Salzburg Vordienstzeiten in Linz anrechnen – er ist erst zwei Jahre bei uns, vier wären für die Pragmatisierung eigentlich nötig."

Jürgen Wulff-Gegenbauer ist der engste Mitarbeiter im Büro von Stadt-Vize Martin Panosch. Dort erledigt der 40-Jährige vor allem die Öffentlichkeitsarbeit. Eva Spießberger (35) kam vor einigen Monaten nach ihrer Karenz als Mitarbeiterin in den SP-Klub zurück. Jochen Höfferer (40) ist Jugend-Koordinator im Magistrat und arbeitete vorher im Büro von Bürgermeister Heinz Schaden. Saghi spöttisch: "Bemerkenswert, dass drei SP-Leute zur Pragmatisierung vorgesehen sind, aber keine aus anderen Parteien."

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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