Mo, 18. Dezember 2017

"Kahlschlag" geplant

12.11.2010 08:23

Forstarbeiter des Heeres kämpfen im Waldviertel um Jobs

Weiter Wirbel hat es am Donnerstag rund um den Truppenübungsplatz Allentsteig im Waldviertel gegeben. Die Heeresforste sollen von einem neuen Besitzer übernommen werden, der will aber lediglich fünf der 50 Mitarbeiter behalten. Allen anderen droht die Versetzung oder der Jobverlust. "Und das, obwohl unser Betrieb schwarze Zahlen schreibt", sind Betroffene fassungslos.

Viel Unsicherheit, aber auch Wut und Kampfeslust herrscht bei den rund 50 Angestellten in Allentsteig. "Wir fordern den Erhalt der Jobs", so Betriebsrat Christian Kubitschka. Zumal Gerüchte die Runde machen, dass sich der neue Betreiber hier vor allem billige Jagdgründe sichern wolle. Auch Gewerkschafter Josef Altmann (GPA) unterstützt die Betroffenen: "Arbeitsrechtliche Probleme sind mit Umstrukturierungen nicht zu lösen. Wir stehen voll hinter den Anliegen der Belegschaft."

Moralische Unterstützung für die Heeres-Angestellten kam auch vom niederösterreichischen Militärkommandanten Johann Culik: "Mir geht es um die Menschen dort und eine gute Lösung für alle."

Betroffene: "Was sollen wir jetzt machen?"
Die Bundesforste sollen künftig statt dem Verteidigungsministerium neuer "Hausherr" der 16.000 Hektar Wald auf dem Truppengelände werden. Für die Betreuung der Forstwege oder eines Steinbruchs soll aber massiv Personal gespart werden. Nun herrscht Verunsicherung, es droht Jobverlust oder Versetzung. "Die meisten von uns haben sich hier angesiedelt und Kredite auf Wohnungen und Häuser laufen. Was sollen wir jetzt machen?", klagen Betroffene.

von Gernot Buchegger und Helmut Horvath, Kronen Zeitung

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