Mi, 18. Oktober 2017

11,6 Mio. € Kosten

09.11.2010 17:15

Endlich Lärmschutz für alle Salzburger Bahn-Anrainer

Nach zehn Jahren Bauzeit haben alle Bahn-Anrainer in der Stadt Salzburg in ihren Wohnungen und Häusern ein Stück Lebensqualität zurückbekommen - am Dienstag ist in Aigen das letzte Stück Lärmschutzwand entlang der Bahn eingesetzt worden. Bund, Land und Stadt teilten sich die 11,6 Millionen Investitionskosten.

Bürgermeister Heinz Schaden unterzeichnete den Vertrag Anfang 1999, damals noch als Stadt-Vize - die ÖBB zahlten bei allen Lärmschutzbauten 50 Prozent, Land und Stadtgemeinde teilten sich den Rest: "Heute sind diese Lärmschutzbauten, gerade beim S-Bahn-Ausbau Gold wert." Mit Landesrat Walter Blachfellner, Ing. Manfred Kendlbacher (ÖBB-Infrastruktur) sowie Anrainerin Heidi Schitter setzte er in Aigen das letzte Stück der drei Meter hohen Lärmschutzwand ein.

In einer Woche 960 Unterschriften für Lärmschutz
Heidi Schitter erinnerte sich nun, wie vor mehr als zehn Jahren der Druck auf ÖBB und Politik begann: "Wir haben damals in nur einer Woche 960 Unterschriften für den Lärmschutz gesammelt." Es wird weitere Schutzbauten geben, demnächst in Puch, so Landesrat Walter Blachfellner: "Wenn wir durch den öffentlichen Verkehr einsparen können, dürfen dadurch nicht die Bahn-Anrainer zum Handkuss kommen." Und die Umwelt-Entlastung ist tatsächlich enorm: "Wenn ein Pendler, der an 230 Tagen im Jahr von Puch nach Salzburg mit der Bahn statt mit dem Pkw fährt, dann erspart er der Umwelt zwei Tonnen an CO2", rechnete Blachfellner vor.

Zwölf Kilometer an Lärmschutzwänden entlang der Schienen sorgen nun in der Stadt Salzburg dafür, dass 11.330 direkt betroffene Anrainer wieder ruhig schlafen können. 2,7 Millionen Euro betrug der Anteil der Stadt, von den 11,6 Millionen Euro Investitionskosten verwendete man alleine 1,3 Millionen Euro für rund 2.000 Lärmschutzfenster entlang der Bahn.

von Wolfgang Weber, Kronen Zeitung

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