Mo, 11. Dezember 2017

2.950 € Stundenlohn

06.11.2010 10:46

"Kleine" Gemeinderäte bei Bezügen weit vorn

Wenn es um den Stundenlohn für die Politik geht, haben im Salzburger Gemeinderat die Hinterbänkler klar die Nase vorn. Eine Mandatarin, die in keinem Ausschuss sitzt, bringt es auf unfassbare 2.950 Euro brutto für jede Stunde, die sie im Stadtparlament sitzt. Von solchen Beträgen können die Regierungsmitglieder bloß träumen.

Bürgermeister Heinz Schaden hat zwar 13.464 Euro als Brutto-Gage, er ist dafür aber im Dauereinsatz. Auch die Stadträte (10.068 Euro), Vizes (11.832 Euro) oder Klubchefs (bis zu 6120 Euro) sind im Rampenlicht. Aber jeder "normale" Mandatar, der nicht einen Ausschuss leitet oder im Stadtsenat ist, bekommt pro Monat 2.284,16 Euro brutto überwiesen – egal, ob er in den Ausschüssen mitarbeitet oder nicht.

Kassieren so viel wie Ortschefs von Kleingemeinden
Den Vogel schießt Mechthild Kirsch von der Liste Tazl ab, die in keinem Ausschuss ist. Rechnet man Vorbereitung und Bürger-Betreuung nicht mit, muss sie nur an den Gemeinderats-Sitzungen teilnehmen – sieben waren es 2009, sie dauerten ganz genau 12 Stunden 50 Minuten. Umgerechnet auf die Polit-Gage wäre das ein Stundenlohn von 2.950 Euro.

"Kleine" Gemeinderäte, die zusätzlich 10 bis 20 Sitzungen in einem Ausschuss haben, sind auch bestbezahlt: Sie kassieren so viel wie die Ortschefs von Kleingemeinden wie Hintersee, Wald oder Viehhofen – Verantwortung tragen sie im Gegensatz zu Bürgermeistern kaum.

von R. Redtenbacher, Kronen Zeitung
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