Sa, 18. November 2017

Positive Bilanz

04.11.2010 14:42

Steigende Anzahl an Besuchern im Park Carnuntum

Im Archäologischen Park Carnuntum (Bezirk Bruck an der Leitha) ist eine positive Bilanz über das Geschäftsjahr 2010 gezogen worden: Auch heuer konnte der Aufwärtstrend des Archäologischen Parks fortgeführt und das Vorjahresergebnis mit knapp mehr als 150.000 Besuchern noch übertroffen werden.

Dieses Jahr standen im Archäologischen Park die Fortführung der Baumaßnahmen an der rekonstruierten römischen Therme im Focus. Beim jüngsten Projekt des Parks - basierend auf wissenschaftlicher Grundlagenforschung auf höchstem Niveau – wurden vollkommen neue Wege in der Konservierung und Präsentation archäologischer Stätten eingeschlagen: Weltweit einmalig wurde im Lauf der vergangenen Jahre ein römisches Stadtviertel in antiker Bautechnik am Originalstandort wieder aufgebaut. Die voll funktionstüchtigen Gebäude - ein römisches Bürgerhaus, ein prunkvolles Stadtpalais und eben jetzt auch eine römische Therme - haben hier die römische Kultur wieder auferstehen lassen.

Gladiatoren duellierten sich im Sommer
Außerdem sorgte 2010 vor allem die im Sommer abgehaltene "Gladiatorenschule" im Amphitheater Bad Deutsch-Altenburg für weltweites Medienecho. Bei diesem wissenschaftlichen Experiment, das in Zusammenarbeit mit der Universität Regensburg durchgeführt wurde, wollte man neue  Erkenntnisse zu Kampftechnik und Ernährung der Gladiatoren der Antike gewinnen (Video siehe Infobox).

Schließlich konnten auch die Besucherzahlen zuletzt auf über 150.000 gesteigert werden. Zu verzeichnen ist ein stetig steigender Besucheranteil aus den angrenzenden Nachbarländern und auch an internationalen Gästen, die heuer knapp 20 Prozent ausgemacht haben. Seitens des Parks wird 2010 als ein wichtiger Gradmesser für die 2011 stattfindende Landesausstellung mit dem Titel "Erobern - Entdecken - Erleben im Römerland Carnuntum" gesehen.

Region bereitet sich auf Landesausstellung vor
Schon jetzt bereitet sich die Region intensiv auf die Gastgeberrolle vor: Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe sowie Winzer und Direktvermarkter nehmen an Qualifizierungsmaßnahmen teil, Rad- und Wanderwege werden ausgebaut und neu beschildert, und auch an den Standorten wird die Infrastruktur optimiert und erweitert. So erwarten die Besucher im nächsten Jahr in Petronell-Carnuntum ein neuer, großzügig angelegter Besucherparkplatz sowie ein modernes Besucherzentrum, das mit neuester Technik und multimedialen Präsentationen auf die Welt der Römer einstimmen wird. Steht im Freilichtmuseum Petronell-Carnuntum im Rahmen der Landesausstellung 2011 das tägliche Leben der Römer im Mittelpunkt, widmet sich die Ausstellung "Menschenbilder-Götterbilder" im Museum Carnuntinum in Bad Deutsch-Altenburg den römischen Kultgewohnheiten und deren Spuren im Raum Carnuntum. In der Kulturfabrik Hainburg dagegen erwartet die BesucherInnen eine Reise durch die Jahrhunderte; diese führt von den Eroberern in der Völkerwanderungszeit über das Mittelalter und die Türkenstürme über die Entdeckungsreisen österreichischer Forscher im 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Landeshauptmann Erwin Pröll zeigte sich hinsichtlich des Erfolges zuversichtlich: "Die NÖ Landesausstellung ist ein kulturelles Leitprojekt. Alle zwei Jahre lenken wir die Aufmerksamkeit auf eine bestimme Region und ihre Geschichte. Das Römerland Carnuntum leistet bereits seit Jahren hervorragende Arbeit, nicht umsonst konnten im Archäologischen Park heuer 150.000 Gäste begrüßt werden. Dies bestätigt, dass sich unsere Investitionen bezahlt machen und die Region bestens auf die NÖ Landesausstellung vorbereitet ist."

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