Mi, 22. November 2017

„Ist unentschuldbar“

04.11.2010 11:52

AK-Chef Pichler mit 1,2 Promille am Steuer erwischt

Zwei Kilometer Heimweg sind es gewesen - zu Fuß kein Problem. Doch weil Arbeiterkammer-Präsident Siegfried Pichler das Auto wählte, steht er nun im Rampenlicht. Bei einer Verkehrskontrolle stellte die Polizei einen Alkoholwert von 1,2 Promille fest. Pichler steht im "Krone"-Interview zu seinem Fehler: "Das ist unentschuldbar."

Eine Veranstaltung im Brunauer-Zentrum in der Elisabeth-Vorstadt und an der Bar dann noch ein paar Gläschen. Anschließend wollte der als volksnah und erfolgreich geltende Politiker den Weg zu sich nach Hause in Lehen mit dem Auto zurücklegen. Beim Möbelhaus Treml in der Haunspergstraße kontrollierte eine Streife die Lenker. Pichler musste blasen, der Wert ergab 1,2 Promille. Das kostet zwischen 1.200 und 4.400 Euro, der "Deckel" ist für mindestens vier Monate weg. Eine Nachschulung bedeutet weitere Kosten.

"Ich stehe ohne irgendwelche Ausreden dazu"
Im "Krone"-Interview zeigt Pichler, dass er auch in unangenehmen Situationen keine Ausflüchte sucht: "Ich stehe ohne irgendwelche Ausreden dazu. Das ist ein schwerer und unentschuldbarer Fehler, aus dem ich die Lehren ziehe", sagt der mächtige Arbeiterkammer-Präsident ganz zerknirscht.

Jetzt warten der Dienstwagen - und der O-Bus
"Zwei Kilometer Heimweg - das ist wirklich dumm. Aber es gibt keine Ausflüchte. Ich hätte zu Fuß gehen oder ein Taxi nehmen sollen", meint Pichler. "Der Führerschein ist weg, die Strafe erfolgt zu Recht. Bisher hatte ich keinerlei Verkehrsdelikte." Pichler wird - wie bisher - für Termine der Kammer den Dienstwagen benützen, aber auch mit dem O-Bus fahren.

Präsidenten immer wieder in Alko-Nöten
Auffällig: Bei Alkoholkontrollen erwischt es in Salzburg gelegentlich Präsidenten. So mussten schon der Chef des Landesschulrates und zwei Landtagspräsidenten ihre Scheine abgeben. In einem Fall endete die politische Karriere: Der Alkolenker setzte sich wieder ans Steuer. Auch Bürgermeister von Landgemeinden blieben schon im Kontrollnetz hängen. Interventionen gibt es nicht: Bei Alkotests sind immer zwei Polizisten als Zeugen anwesend.

von Hans-Peter Hasenöhrl, Kronen Zeitung

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