Sa, 25. November 2017

AK kritisiert:

02.11.2010 11:49

Nebenspesen bei Handys „oft unüberschaubar“

Die Arbeiterkammer (AK) kritisiert die Nebenkosten bei Handys. Bei einem Test von sieben Anbietern stießen die Konsumentenschützer neben Grundgebühr und Gesprächskosten auf insgesamt 57 Nebenspesen. Diese "sind für Konsumenten unüberschaubar", sagte Daniela Zimmer von der AK am Dienstag in einer Aussendung. "Oft ist es gar nicht eindeutig, ob sie tatsächlich verrechnet werden dürfen", so Zimmer.

Die Handy-Nebenspesen sind der AK zufolge vielfältig. So fallen zusätzliche Kosten oft schon automatisch mit Vertragsabschluss an, zum Beispiel für die Aktivierung oder die SIM-Karten-Überlassung. Wer einen speziellen Wunsch hat, zahlt für "Extras" wie etwa für eine Wunschrufnummer. Manches wird von den Anbietern als kostenpflichtiger Zusatzservice angesehen - für die Kunden gehört es aber durchaus zur Vertragsabwicklung, etwa die Zusendung einer Papierrechnung.

Die AK hat 57 unterschiedliche Nebenspesen bei sieben Handy-Anbietern gefunden. Einige Beispiele: Eine Zusendung der Papierrechnung kann 90 Cent bis 2 Euro kosten, Mahnspesen können pro Rechnung 4,36 bis 10 Euro betragen. Die Zahlscheingebühr kann 2 bis 3,20 Euro ausmachen. Für eine SIM-Sperre wegen nicht bezahlter Rechnungen verlangt die Mehrzahl der Anbieter 20 bis 30 Euro.

Wer sein Wahlnetz wechseln möchte, zahlt bei drei Anbietern 10 bis 49 Euro. Bei immerhin vier Anbietern fallen neben den üblichen Aktivierungskosten bis zu 50 Euro noch 10 Euro für die Überlassung der SIM-Karte an. Eine Wunschnummer schlägt mit 20 bis 200 Euro zu Buche.

Die AK rät daher nicht nur Grundgebühren und Minutenentgelte zu überprüfen, sondern auch einen Blick auf die Nebenkosten zu werfen. "Fragen Sie schon vor Vertragsabschluss nach, welche Nebenkosten anfallen können, etwa für die SIM-Karte und die Aktivierung", so Zimmer.

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